Auf seinem E3-Briefing in Los Angeles hat Microsoft am 11. Juni 2017 die Xbox One X als nach eigener Darstellung leistungsstärkste Konsole der Welt vorgestellt. Das Gerät lief bis dahin unter dem Codenamen Project Scorpio und soll am 7. November 2017 zum Preis von 499 US-Dollar in den Handel kommen. Den Leistungsvorsprung beziffert Microsoft auf 40 Prozent gegenüber jeder anderen bislang erhältlichen Konsole.
6 Teraflops und 12 GB Speicher
Im Mittelpunkt der Ankündigung stehen die technischen Daten. Die Grafikeinheit leistet nach Herstellerangaben 6 Teraflops und bringt 40 Recheneinheiten bei einem Takt von 1172 MHz mit. Dazu kommen 12 GB GDDR5-Arbeitsspeicher und eine Speicherbandbreite von 326 GB pro Sekunde. Der Prozessor, von Microsoft Scorpio Engine genannt, arbeitet mit acht Kernen bei 2,3 GHz. Die als direkter Konkurrent positionierte PlayStation 4 Pro kommt zum Vergleich auf 4,2 Teraflops, 8 GB GDDR5-Speicher und eine Bandbreite von 218 GB pro Sekunde.
Die Konsole ist konsequent auf natives 4K-Gaming ausgelegt. Hinzu kommen die Wiedergabe von 4K-Ultra-HD-Blu-rays, Unterstützung für HDR sowie Dolby Atmos. Bestehende Xbox-One-Titel sollen ohne Änderung am Datenträger von höher aufgelösten Texturen, stabileren Bildraten und kürzeren Ladezeiten profitieren. Die Abwärtskompatibilität zur vorhandenen Spielebibliothek bleibt erhalten. Wer den Codenamen weiterverfolgen will, findet die spätere Entwicklung in unserer Berichterstattung zum Nachfolger Project Scorpio.
499 Dollar, 42 Spiele und der Start vor Weihnachten
Mit der Xbox One X erweitert Microsoft das Konsolenportfolio nach oben, ohne eine neue Generation auszurufen. Der Preis von 499 US-Dollar siedelt das Gerät im oberen Segment an, deutlich oberhalb der günstigeren Xbox One S. Auf dem Briefing zeigte Microsoft 42 Spiele, davon 22 als Konsolenexklusivtitel. Dass die Konsole die leistungsstärkste ihrer Art sei, begründet der Hersteller allein mit den genannten Hardwarekennzahlen. Der Marktstart am 7. November 2017 fällt noch vor das Weihnachtsgeschäft, das beim Konsolenabsatz traditionell den Ausschlag gibt.
