Microsoft hat am 21. April 2026 über Xbox Wire angekündigt, die Preise des Abo-Dienstes zu senken und im Gegenzug die Day-One-Verfügbarkeit künftiger Call-of-Duty-Titel zu beenden. Ultimate fällt von 29,99 auf 22,99 US-Dollar im Monat, PC Game Pass von 16,49 auf 13,99 US-Dollar. Die neuen Preise gelten ab sofort. Was die Senkung für Abonnenten bedeutet, lässt sich auch an früheren Beispielen wie der Diskussion rund um Game Pass ablesen.
Die Senkung kommt nach einer Erhöhung im Vorjahr, an der sich viele Abonnenten gerieben hatten. In der Mitteilung beruft sich Microsoft auf das Feedback der Nutzer und schreibt, es gebe bei so unterschiedlichen Regionen, Vorlieben und Spielgewohnheiten kein Modell, das allen passe. Die Anpassung sei eine Antwort auf den Großteil der bisherigen Rückmeldungen.
Call of Duty verlässt das Day-One-Angebot
Die zweite große Änderung trifft Call of Duty. Neue Teile der Reihe landen nicht mehr zum Verkaufsstart in Ultimate oder im PC Game Pass. Stattdessen kommen sie erst rund ein Jahr später dazu, laut Microsoft jeweils in der folgenden Weihnachtssaison. Call-of-Duty-Spiele, die schon im Katalog stehen, bleiben drin.
Damit nimmt Microsoft eine der lautesten Zusagen aus der Activision-Blizzard-Übernahme zurück. Dass jeder neue Call-of-Duty-Ableger am ersten Tag im Abo steckte, war lange das stärkste Argument für Ultimate. Jetzt verschiebt der Konzern das Gewicht: Statt das umsatzstärkste Franchise sofort ins Abo zu packen, bleibt der Vollpreisverkauf der Neuerscheinungen für etwa ein Jahr unberührt.
Günstiger, aber mit weniger Inhalt
Niedrigerer Preis und schmaleres Angebot zugleich: Das wirkt wie eine Neujustierung des Game-Pass-Modells. Der günstigere Tarif soll preissensible Abonnenten halten, der gestrichene Day-One-Zugang schützt die Einnahmen aus dem Direktverkauf der Call-of-Duty-Titel. Ob Microsoft demnächst weitere teure Erstveröffentlichungen aus dem Day-One-Angebot nimmt, ist offen. Die angepassten Preise und Konditionen stehen in der offiziellen Xbox-Wire-Mitteilung.