Kurz vor der Game Developers Conference hat Microsoft seine Werkzeuge und Dienste für Spieleentwickler unter dem Namen Microsoft Game Stack zusammengefasst und den Backend-Dienst PlayFab dabei offiziell der Azure-Familie zugeschlagen. Kareem Choudhry, Corporate Vice President der Microsoft Gaming Cloud, hat das Ganze am 14. März 2019 im Azure-Blog vorgestellt. Laut Unternehmen bringt Game Stack Plattformen, Werkzeuge und Dienste wie Azure, PlayFab, DirectX, Visual Studio, Xbox Live, App Center und Havok in einem Ökosystem zusammen, das Entwickler unabhängig von Plattform und Gerät nutzen können.
PlayFab als LiveOps-Schicht unter Azure
Mit dem Schritt zieht Microsoft die Konsequenz aus der Übernahme des LiveOps-Anbieters vom Januar 2018. Die Aufgabenteilung beschreibt das Unternehmen klar: Azure liefert Zuverlässigkeit, globale Skalierung und Sicherheit auf Unternehmensniveau, PlayFab steuert verwaltete Entwicklungsdienste, Echtzeitanalysen und LiveOps-Funktionen bei. Cloud- und geräteunabhängig bleibt der Dienst nach Darstellung von Microsoft trotzdem, läuft also weiterhin auch für Titel auf Plattformen anderer Anbieter. Als Grundlage für den Ausbau nennt das Unternehmen die bestehende Datenbasis: mehr als 1.200 betriebene Spiele und über 700 Millionen erreichte Spieler.
Fünf neue Live-Services im Preview
Zusammen mit der Ankündigung schickt Microsoft fünf neue PlayFab-Dienste in die Vorschau. PlayFab Matchmaking, abgeleitet vom Matchmaking-System aus Xbox Live, startet in der öffentlichen Vorschau und steht Entwicklern damit geräteübergreifend offen. Vier weitere Dienste stecken noch in der geschlossenen Vorschau: PlayFab Party für Sprach- und Textchat, angelehnt an den Xbox-Party-Chat, PlayFab Game Insights für Telemetrie und Spieldaten in Echtzeit, PlayFab PubSub zum Verteilen von Inhaltsaktualisierungen und Benachrichtigungen an Clients sowie PlayFab User Generated Content für das kontrollierte Erstellen und Teilen nutzergenerierter Inhalte. Gedacht sind die Dienste für Teams, die Liveservices betreiben. Sie ergänzen PlayFab um Bausteine, die es in dieser Form bisher vor allem im Xbox-Umfeld gab. Details und Zugang zu den Vorschaufunktionen finden sich im verlinkten Beitrag im Azure-Blog.