Sony Interactive Entertainment hat am 29. März 2022 ein rundum umgebautes PlayStation Plus angekündigt und führt darin den bisherigen Abodienst mit dem zuvor eigenständigen PlayStation Now zusammen. Künftig gibt es drei Stufen, die sich über Inhalte und Preise unterscheiden. Die Stossrichtung gegen Microsofts Game Pass ist offensichtlich, doch Sony geht einen anderen Weg und packt eigene Studioproduktionen weiterhin nicht direkt zum Verkaufsstart ins Abo.
Die drei Stufen im Detail
Die Basisstufe PlayStation Plus Essential bleibt inhaltlich das, was der bisherige Dienst war. Dazu gehören zwei monatliche Spiele, exklusive Rabatte im Store, Cloud-Speicher für Spielstände und der Zugang zum Online-Multiplayer. In den USA kostet sie 9,99 US-Dollar pro Monat, im Jahresabo 59,99 US-Dollar. Eine Etage höher liegt PlayStation Plus Extra, das obendrauf einen herunterladbaren Katalog von bis zu 400 Titeln für PS4 und PS5 bietet. Dafür werden 14,99 US-Dollar monatlich oder 99,99 US-Dollar pro Jahr fällig.
Die teuerste Stufe PlayStation Plus Premium enthält alles aus dem Extra-Paket und legt rund 340 weitere Spiele drauf. Darunter sind Klassiker für PS3, PS2 und PSP, die teils per Streaming, teils als Download laufen, dazu zeitlich begrenzte Testversionen ausgewählter Titel. Der Preis: 17,99 US-Dollar pro Monat oder 119,99 US-Dollar im Jahr. Für die beiden höheren Stufen nennt Sony insgesamt rund 700 Spiele, etwa Death Stranding, God of War, Marvel’s Spider-Man, Mortal Kombat 11 und Returnal.
Gestaffelter Start und Sonys eigener Kurs
Der Start zieht sich regional in die Länge. In Asien ohne Japan geht es am 23. Mai 2022 los, in Japan am 1. Juni, in Amerika am 13. Juni und in Europa, Australien sowie Neuseeland am 22. Juni 2022. Jim Ryan, President und CEO von Sony Interactive Entertainment, beschreibt das Angebot als kuratierten Abodienst mit Inhalten der eigenen PlayStation Studios. Anders als Microsoft will Sony nach eigenen Angaben darauf verzichten, eigene Produktionen schon am Erscheinungstag ins Abonnement zu nehmen. Im Kern geht es also darum, den Bestandskatalog aufzuwerten und den früheren Streamingdienst einzugliedern, wobei die Preise die Leistungsumfaenge klar voneinander trennen. Weitere Berichte zu Sonys Plattformstrategie gibt es bei XboxDev.