Activision Blizzard Q1 2020: Warzone erreicht 60 Millionen Spieler, Modern Warfare meistverkauftes Call of Duty

Activision Blizzard legte am 5. Mai 2020 die Zahlen zum ersten Quartal 2020 vor. Als treibende Kräfte hinter dem Wachstum nennt der Konzern das Battle-Royale Call of Duty: Warzone und das Vollpreisspiel Call of Duty: Modern Warfare. Im Quartal bis zum 31. März 2020 kamen nach GAAP Nettoumsaetze von 1,79 Milliarden US-Dollar zusammen, ein Jahr zuvor waren es 1,83 Milliarden US-Dollar. Die Net Bookings kletterten von 1,26 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2019 auf 1,52 Milliarden US-Dollar.

Der GAAP-Gewinn je verwässerter Aktie stieg von 0,58 auf 0,65 US-Dollar, auf Non-GAAP-Basis lag er bei 0,76 US-Dollar. Die operative GAAP-Marge erreichte 34 Prozent, auf Non-GAAP-Basis 40 Prozent. Wiederkehrende Umsätze aus Inhalten innerhalb der Spiele, die In-Game-Net-Bookings, wuchsen von 794 auf 956 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow betrug im Quartal 148 Millionen US-Dollar, auf Zwoelfmonatssicht 1,53 Milliarden US-Dollar. Seine Jahresprognose für Umsatz und Ergebnis je Aktie hob der Konzern nach eigener Darstellung an.

Warzone und Modern Warfare treiben das Activision-Segment

Das Free-to-Play-Battle-Royale Call of Duty: Warzone erschien am 10. März 2020 und zählte bis zum Berichtszeitpunkt nach Konzernangaben mehr als 60 Millionen Spieler. Bei Modern Warfare fällt die Bilanz ähnlich deutlich aus: Auf Lebenszeitbasis habe der Titel mehr Einheiten verkauft und mehr Spieler erreicht als jeder vorherige Call-of-Duty-Teil zum entsprechenden Zeitpunkt nach der Veröffentlichung. Der Stückabsatz im ersten Quartal war der höchste der Reihe außerhalb eines Veröffentlichungsquartals. Schon im Januar und Februar lief der Verkauf gut, im März zog er noch einmal an. Geholfen haben Upgrades aus Warzone heraus und die höhere Nachfrage während der haeuslichen Ausgangsbeschränkungen. Die In-Game-Net-Bookings von Modern Warfare lagen im Jahresvergleich gegenüber Black Ops 4 bei mehr als dem Doppelten. Mehr zum Wachstum der Marke im Wettbewerbsumfeld bietet die Berichterstattung zu Call of Duty: Warzone.

Das Segment Activision kam im Quartal auf 102 Millionen Monthly Active Users. Call of Duty Mobile baute auf dem Start im Oktober 2019 auf und legte im März bei Reichweite und Engagement zu. Die erste Saison der Call of Duty League stellte den Spielbetrieb wegen der Pandemie komplett auf Online-Partien und Fernproduktion um.

407 Millionen monatlich aktive Nutzer im Konzern

Konzernweit erreichte Activision Blizzard im ersten Quartal 407 Millionen Monthly Active Users. Auf das Segment Blizzard entfielen 32 Millionen monatlich aktive Nutzer. World of Warcraft baute die im zweiten Halbjahr 2019 verdoppelte Spielergemeinschaft weiter aus, und alle Schlüsselmarken meldeten im März mehr Nutzer. Das Segment King brachte es auf 273 Millionen monatlich aktive Nutzer, getragen vor allem von der Candy-Crush-Reihe, die im März zweistellig wuchs. Die Werbe-Net-Bookings von King stiegen im Jahresvergleich um mehr als 75 Prozent, und das trotz des Einbruchs im digitalen Werbemarkt im März.

Den zunehmend digitalen, wiederkehrenden und cash-generierenden Charakter seines Geschäfts beschreibt der Konzern als strukturelle Stärke. Zur Pandemie teilte das Unternehmen mit, alle Standorte seien bis Mitte März auf Heimarbeit umgestellt worden und der Großteil der Belegschaft arbeite von zu Hause. Die Pläne für die zentralen Inhaltsveröffentlichungen des Jahres habe das bislang nicht verändert. Als Belastungsfaktoren für die Jahresprognose nannte Activision Blizzard zusätzliche Währungseffekte aus dem stärkeren US-Dollar von rund 100 Millionen US-Dollar bei den Net Bookings und einen Gegenwind von etwa 0,08 US-Dollar beim Ergebnis je Aktie.

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