Esports Nations Cup 2026: Qualifikation soll mehr als 100.000 Spieler weltweit erreichen

Der Esports Nations Cup 2026 nimmt konkrete Formen an. Die Esports Foundation hat weitere Details zur Qualifikation des neuen Nationenwettbewerbs veröffentlicht. Das Turnier findet vom 2. bis 29. November 2026 in Riad statt und soll Spielerinnen und Spieler aus mehr als 150 Ländern und Territorien einbinden. Insgesamt sind Wettbewerbe in 16 Titeln geplant.

Road to ENC kombiniert mehrere Qualifikationswege

Die Qualifikationsphase läuft unter dem Namen „Road to ENC“ und setzt auf unterschiedliche Modelle. Dazu gehören offene Online-Qualifier, rankingbasierte Einladungen und nationale Kader, die von Coaches eingereicht wurden. Der Ansatz soll die verschiedenen Strukturen einzelner E-Sport-Titel berücksichtigen, da Teamspiele, Einzeldisziplinen und publishergebundene Szenen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.

In Teamtiteln wie League of Legends, VALORANT, Rocket League, PUBG MOBILE und Dota 2 wurden die Kader bereits bis zum 10. Mai eingereicht. Die Ergebnisse fließen in die ENC-Rankings ein, die wiederum Einfluss auf direkte Einladungen zu den Finals haben. In anderen Spielen setzen die Organisatoren stärker auf offene Qualifier. Bei Counter-Strike 2 und Apex Legends können Spieler eigene Teams bilden und sich online anmelden. Einzeltitel wie Chess, EA SPORTS FC, Fatal Fury: City of the Wolves und Trackmania verbinden Rankings mit offenen Wegen in Richtung Finalturnier.

Wildcards für weniger stark vertretene Regionen

Ergänzend zur regulären Qualifikation führt die Esports Foundation ein Wildcard-System ein. Dieses umfasst sogenannte Solidarity Slots, Host Region Slots und Special Invites. Damit sollen auch Länder und Regionen berücksichtigt werden, die im internationalen E-Sport bislang weniger stark vertreten sind oder durch technische und strukturelle Hürden eingeschränkten Zugang zu klassischen Qualifikationsmodellen haben.

Solidarity Slots stehen in fast allen Titeln außer Counter-Strike 2 zur Verfügung. Länder und Territorien, die sich bis dahin für nicht mehr als einen Titel qualifiziert haben, können sich vom 20. Juli bis zum 17. August um zusätzliche Startplätze bewerben. Die Vergabe erfolgt anschließend gemeinsam durch die Esports Foundation und die jeweiligen Publisher.

Für die Premiere 2026 wird zudem ein Host-Region-Modell eingeführt. Statt eines festen Startplatzes für das Gastgeberland sollen zusätzliche Plätze an die stärksten bislang nicht qualifizierten Nationen aus der GCC-Region gehen. Special Invites sollen in einzelnen Titeln eingesetzt werden, wenn technische oder strukturelle Besonderheiten eine klassische Qualifikation erschweren.

Nationenformat als wiederkehrende Plattform

Der Esports Nations Cup ist als zweijährlich ausgetragener globaler Wettbewerb angelegt. Anders als bei klassischen Club- oder Organisationswettbewerben treten Spieler hier für Länder und Territorien an. Die Esports Foundation positioniert das Format als wiederkehrende Plattform für nationale Teams im E-Sport.

Begleitend zur Qualifikation wurden zudem ENC-Rankings und ein interaktiver Team Builder vorgestellt. Die Plattform soll sichtbar machen, wie Spielergebnisse und mögliche Kaderzusammenstellungen die Chancen einzelner Nationen beeinflussen. Für den deutschen Markt dürfte dieser Aspekt vor allem als ergänzendes Analyse- und Community-Werkzeug relevant sein.

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