Timo Siep spielte 2018 als TimoX für den VfL Wolfsburg FIFA und verdiente damit seinen Lebensunterhalt. Der damalige Bericht beschreibt, wie Fußballvereine professionelle Spieler verpflichteten und welche Arbeitsbedingungen mit dem Beruf verbunden waren.
Der 20-Jährige trainierte täglich und erhielt laut Bericht einige Tausend Euro im Monat. Neben den Spielen gehörten Online-Wettkämpfe und regelmäßige Livestreams zum Vertrag. Der VfL Wolfsburg beschäftigte neben Siep zwei weitere FIFA-Spieler und baute parallel eine Nachwuchsstruktur mit Auswahlturnieren und einer Akademie auf.
Fußballvereine erschließen digitale Zielgruppen
Auch Schalke 04, Stuttgart, Leipzig, Bochum, Nürnberg, Bayer Leverkusen und Köln hatten zu diesem Zeitpunkt Spieler oder eSports-Angebote. Die Vereine wollten jüngere Zielgruppen erreichen und neue Erlöse über Sponsoring, Werbung, Medienrechte und Fanartikel erschließen. Ein älterer VfL-Wolfsburg-Beitrag zum Einstieg in den eSports zeigt, dass der Club bereits zuvor mit FIFA-Profis gearbeitet hatte.
Vertrag verbindet Training und Medienarbeit
Der Fall macht sichtbar, dass Profi-eSports nicht nur aus Turnierspielen besteht. Vereine erwarten planbares Training, Auftritte und Medienarbeit. Für Spieler bedeutet das eine Kombination aus sportlicher Leistung, öffentlicher Präsenz und vertraglich geregelten Streaming-Terminen. Die Entwicklung war 2018 noch stark von einzelnen Clubs und deren jeweiliger Strategie abhängig.
