Der game-Verband kritisierte am 11. Februar 2020 den Entwurf eines neuen Jugendschutzgesetzes des Bundesfamilienministeriums. Zum Start der Verbändeanhörung warnte er vor zusätzlichen Zuständigkeitskonflikten zwischen Bund, Ländern und Aufsichtsstellen.
Nach Darstellung des Verbands sollten bei Altersbewertungen auch Daten- und Verbraucherschutzaspekte berücksichtigt werden. game befürchtete, dass Alterskennzeichen dadurch an Orientierungskraft verlieren könnten. Das war eine Bewertung der vorgeschlagenen Reform, keine Feststellung geltenden Rechts.
Alterskennzeichen und Selbstkontrolle
Der Verband verlangte klar getrennte Zuständigkeiten und Anreize für die Teilnahme an Selbstkontrollen. Er verwies auf technische Schutzsysteme und IARC als bestehende Ansätze. Zusätzliche Inhaltshinweise sollten Alterskennzeichen ergänzen.
Das Ministerium hatte bereits beim USK-Jubiläum 2019 eine Modernisierung des Jugendschutzes angekündigt. Die hier beschriebene Kritik betrifft den Entwurf vom Februar 2020, nicht den heutigen Rechtsstand.

