MTG prüft Games-Sparte und zusätzliche US-Börsennotierung

MTG prüft seit dem 29. Oktober 2019 die Zukunft seiner Games-Sparte, einschließlich der Gaming-Beteiligungen des Venture-Capital-Fonds. Ein Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine Konzentration auf E-Sport sind mögliche Ergebnisse.

Auch eine zusätzliche US-Börsennotierung steht zur Prüfung. Die Mitteilung verkündet weder einen abgeschlossenen Verkauf noch eine beschlossene Abspaltung. CEO Jørgen Madsen Lindemann nennt den Wert für Aktionäre als Ziel.

Sparprogramm für die Konzernzentrale geplant

Unabhängig davon erwägt MTG ein Effizienzprogramm für das Hauptquartier. Erwartet werden jährliche Einsparungen von rund 50 Millionen SEK, zu 75 Prozent im Jahr 2020. Vor einer Entscheidung sollen im November 2019 Arbeitnehmervertretungen konsultiert werden. Eine konkrete Zahl betroffener Stellen nennt die Mitteilung nicht.

Games-Geschäft bleibt im Quartal profitabel

Der am selben Tag veröffentlichte Quartalsbericht trennt E-Sport und Gaming. Das Gaming-Segment mit InnoGames und Kongregate erzielte ein positives EBIT; ESL und DreamHack blieben gemeinsam im Minus.

Q3 2019, Millionen SEKE-SportGaming
Umsatz415629
Bereinigtes EBITDA-54118
EBIT-8546

Das Gaming-EBIT sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 101 auf 46 Millionen SEK. MTG beschreibt höhere Marketingausgaben bei InnoGames. Das ist keine separate Gewinnzahl des Hamburger Studios.

Der Konzernumsatz stieg um rund vier Prozent auf 1.066 Millionen SEK. MTG führt den Zuwachs überwiegend auf Wechselkurse zurück; organisch lag die Veränderung bei minus 0,2 Prozent. Ein durch Zukäufe getragenes Wachstum belegt dieser Bericht nicht.

Bereits im September hatte MTG weitere Investitionen in ESL trotz Verlusten begründet. Die nun angekündigte Strategieprüfung ist ein eigener Vorgang.

Archivhinweis: Die Meldung beschreibt die Ankündigungen vom Oktober 2019. Das Kurswidget zeigt laufende MTG-Kurse, nicht den damaligen Börsenstand.

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