MTG hält trotz Verlusten an Investitionen in ESL fest. Im Gespräch mit GamesWirtschaft vom 25. September 2019 begründet Lars Torstensson den Kurs mit geografischer Expansion. Der damalige Verantwortliche für Kommunikation und Investor Relations erwartet höhere Sponsoring- und Medienerlöse, nicht sofortige Gewinne.
Torstensson beschreibt den Aufbau des Geschäfts als volatil. Sein Ausblick auf eine Gewinnwende ist eine Erwartung des Unternehmens, kein bereits erreichtes Ergebnis. Der Bericht nennt zudem 17,7 Millionen Euro Verlust der deutschen Gesellschaft für 2017. Diese Zahl stammt aus der Recherche des Magazins, nicht aus dem Halbjahresergebnis der gesamten E-Sport-Sparte.
ESL und DreamHack gemeinsam ausgewiesen
Der MTG-Quartalsbericht vom 22. Juli 2019 weist die Zahlen für das E-Sport-Segment aus, einschließlich ESL und DreamHack. Sie sind nicht mit dem Jahresabschluss einer einzelnen Tochter gleichzusetzen.
| MTG-Segment E-Sport, Millionen SEK | Q2 2019 | H1 2019 |
|---|---|---|
| Umsatz | 444 | 780 |
| Bereinigtes EBITDA | -55 | -105 |
| EBIT | -90 | -174 |
MTG nennt langsamere Vermarktung von Medienrechten und fehlende hochwertige Daten für deren Preisgestaltung als Probleme. Höhere Sponsoring- und Ticketerlöse allein führten nicht zu einem positiven Segment-EBIT.
Am 2. September hatte MTG bereits einen geplanten Huya-Einstieg bei ESL vereinbart. Ein abgeschlossener Verkauf war damit nicht gemeldet.
Archivhinweis: Der Text beschreibt den Stand im September 2019. Das Kurswidget zeigt laufende Kurse der MTG-Aktie, nicht den damaligen Kursstand.

