Newzoo: Analyst erwägt höhere PC-Prognose für 2026

Newzoos Marktforscher Emmanuel Rosier hält eine Anhebung der PC-Umsatzprognose für 2026 für möglich. In einem eigenen Interview von GamesRadar+ vom 30. Oktober verweist er auf starke Halbjahreszahlen einzelner Publisher. Rosier leitet bei Newzoo den Bereich Market Intelligence. Eine neue konkrete Prognosezahl nennt er in dem Gespräch nicht.

Die offizielle Prognose vom August beziffert den PC-Spielemarkt 2026 auf 45,9 Milliarden US-Dollar, entsprechend 5,3 Prozent Wachstum. Für Konsolen nennt sie 46,9 Milliarden US-Dollar und 5,1 Prozent. Das gehört zur bereits veröffentlichten Prognose von insgesamt 213,9 Milliarden US-Dollar für den Games-Markt. Rosiers Aussage im Interview ersetzt diese Zahlen bislang nicht.

Mehr Auswahl verteilt Umsatz auf mehr Spiele

Als Vorteil des PCs beschreibt Rosier die größere Spieleauswahl. Für viele Indie-Publisher sei es einfacher, zunächst auf Steam zu veröffentlichen und erst bei Erfolg auf Konsolen zu expandieren. Dadurch konzentriere sich der PC-Markt weniger stark auf einzelne große Titel. Auf Konsolen hätten wiederkehrende Sportserien und Marken wie Call of Duty dagegen auch bei Vollpreiskäufen Eigenschaften laufender Service-Geschäfte.

Auch auf dem PC bleibe das Service-Geschäft wichtig: Rosier ordnet etwa die Hälfte der Einnahmen Mikrotransaktionen zu. Zugleich sieht er starkes PC-Wachstum in asiatischen Märkten und einen leichteren Einstieg für Haushalte, die bereits einen Computer besitzen. Höhere Hardwarekosten durch die Nachfrage nach KI-Infrastruktur beschreibt er ausdrücklich als Belastung für Käufer.

Bereits 2025 war der PC-Spieleumsatz laut Newzoo um zwölf Prozent auf 43,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Konsolenmarkt lag mit 44,7 Milliarden US-Dollar noch darüber, wuchs aber langsamer. Umsatzgröße und Wachstumsgeschwindigkeit sind deshalb getrennt zu betrachten.

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