TSMC: Nächtliche Forschung brachte beim Projekt Nachtfalke keinen Erfolg

TSMC hat einen Versuch mit nächtlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit nach sechs Monaten beendet. Das berichtete Co-COO Yung-Pei Chyn am 29. Oktober bei einem Gespräch mit Studierenden der National Cheng Kung University. Nach dem Originalbericht der United Daily News über die Veranstaltung sollte das intern „Nachtfalke“ genannte Projekt den Rückstand gegenüber internationalen Wettbewerbern verkürzen.

Die Annahme war, dass rund um die Uhr arbeitende Forschungsteams schneller vorankommen als Konkurrenten mit kürzeren Arbeitstagen. Nach Chyns Darstellung funktionierte das nicht: Forschung benötige Denk- und Urteilsarbeit; zusätzliche Arbeitsstunden allein hätten den erhofften Fortschritt nicht gebracht. Ein Kalenderjahr für den damaligen Versuch nennt der Bericht nicht.

Frühere Zusammenarbeit von Forschung und Fertigung

Als wirksameren Ansatz beschrieb Chyn die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Probleme beim Übergang der 40-nm-Technik in die Fertigung hätten gezeigt, dass eine bloße Übergabe von Forschungsergebnissen an die Fabrik nicht ausreiche. Fertigungsteams müssten früher beteiligt werden und gemeinsam mit der Entwicklung Verantwortung übernehmen.

Die Organisation der Prozessentwicklung betrifft auch die Lieferkette für Spielehardware. TSMC hatte bereits 2016 Konsolen als Einsatzfeld seiner 7-nm-Fertigung genannt. Das verwendete Wafer-Symbolbild ist eine generierte Illustration und zeigt keine TSMC-Fabrik.

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