TSMC hat in der Telefonkonferenz vom 14. April 2016 Spielekonsolen als Einsatzfeld seiner 7-nm-Technik N7 genannt. Der damalige Co-CEO Mark Liu rechnete mit 15 Kunden-Tape-outs im Jahr 2017 und dem Beginn der N7-Serienfertigung im ersten Halbjahr 2018. Ein konkreter Konsolenhersteller oder Produktname wurde dabei nicht genannt.
Die Angabe gehört zum Abschnitt über N7, nicht zur 10-nm-Technik N10. Für N10 meldete Liu einen Kunden-Tape-out im ersten Quartal 2016 und erwartete größere Nachfrage ab dem zweiten Quartal 2017. Die meisten N10-Nutzer entwickelten nach seinen Angaben Mobilprodukte. Daraus folgt keine bestätigte 10-nm-Konsole für 2017.
Fertigungsplanung ist kein Konsolen-Release
Die N7-Angaben beschreiben den Entwicklungs- und Fertigungsplan des Auftragsherstellers. Ein Tape-out und der Beginn der Serienfertigung sind unterschiedliche Termine; beide ersetzen keine Ankündigung der fertigen Hardware durch den Auftraggeber. Auch eine Zuordnung zu Xbox, PlayStation oder Nintendo lässt sich daraus nicht ableiten.
Für die bereits laufende 16-nm-Fertigung nannte der damalige Co-CEO C. C. Wei unter anderem PC-Grafik und Spielehardware als Anwendungen. 16FFC sei seit dem ersten Quartal 2016 in Massenproduktion. Diese Aussagen sind von der später geplanten N7-Fertigung zu trennen.
Auch AMD hatte 2015 FinFET-Fertigung für seine kommende Zen-Generation angekündigt. Eine Prozessor-Roadmap ist jedoch kein Nachweis dafür, dass genau dieses Produkt bei TSMC oder mit N7 hergestellt wird.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Planungsstand vom April 2016, keine heutige Produktankündigung. Das Titelbild ist eine generierte Illustration eines Wafers, keine Aufnahme einer TSMC-Fabrik.

