Die Games-Marketingfirma RUNE und ihr Publishing-Geschäft Runic Forge treten künftig als Pythia Games mit einem ausschließlich auf Publishing ausgerichteten Angebot auf. Der Anbieter wirbt mit einer Umsatzteilung von 75 Prozent für Entwickler und 25 Prozent für den Publisher. Seine Marketingausgaben sollen nicht aus dem Entwickleranteil zurückgezahlt werden.
Eine Finanzierung der eigentlichen Entwicklung gehört ausdrücklich nicht zum Angebot. Pythia nennt stattdessen Marketing samt Budget, Lokalisierung, Qualitätssicherung und Playtests sowie Unterstützung bei Preisgestaltung, Store-Seiten und Veröffentlichung. Die genannten Konditionen beschreiben das öffentliche Angebot; individuelle Vertragsdetails sind dort nicht vollständig dokumentiert.
Pythia Games: Vermarktungserfahrung aus Hearth and Hamlet
Auf der bisherigen RUNE-Seite beschreibt das Unternehmen Hearth and Hamlet als Referenz. Das Spiel sei mit 200.000 Wunschlisteneinträgen gestartet und habe in der ersten Woche 100.000 Einheiten verkauft. Diese Zahlen stammen vom Unternehmen selbst und sind keine unabhängig geprüften Verkaufsdaten.
Zum aufgeführten Portfolio gehören außerdem Projekte wie Cthulhu’s Cleanup Crew und Goodly Trials. Für kleine Studios betrifft das Modell vor allem die Frage, welche Veröffentlichungsleistungen sich auslagern lassen. Technische Eigenentwicklung und die Finanzierung des laufenden Teams bleiben davon getrennte Aufgaben.

