Home Office nimmt Games-Berufe in britische Mangelberufs-Liste auf

Das britische Home Office hat bestätigt, dass mehrere spielespezifische Berufsbilder in die Shortage Occupation List aufgenommen werden. Damit folgt die Regierung den Empfehlungen des Migration Advisory Committee (MAC), das seine Vorschläge unter anderem mit Unterstützung der Branchenverbände Ukie und TIGA sowie einer Reihe von Spieleunternehmen erarbeitet hatte. Die Änderungen der Einwanderungsregeln sollen die Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland für britische Studios erleichtern.

Auf der Empfehlungsliste stehen alle Programmierer und Software-Entwickler, außerdem Künstler, Produzenten und Directors aus der Spielebranche. Mit der Aufnahme in die Shortage Occupation List erhalten Migrantenbewerber aus diesen Berufen bei der Bearbeitung ihrer Visumanträge Vorrang. Hintergrund ist der anhaltende Fachkräftemangel in der britischen Games-Industrie, der seit Jahren sowohl in technischen als auch in kreativen Berufen spürbar ist. Vor dem Hintergrund des damals laufenden Brexit-Prozesses gewann die Regelung zusätzliches Gewicht, weil der Zugang zu EU-Arbeitskräften unsicherer zu werden drohte.

Das MAC hatte in seinem Bericht auch auf strukturelle Schwächen der Branche hingewiesen: Der Games-Sektor liegt laut Ausschuss deutlich unter dem Durchschnitt bei der Repräsentation von Frauen und BAME-Gruppen (Black, Asian und Minority Ethnic). Mehrere brancheninterne Initiativen versuchen diesen Rückstand aufzuholen, ändern aber kurzfristig nichts am Bedarf an qualifizierten Einwanderern. Die Umsetzung der neuen Regelung wurde auch im Kontext der Regulierungsdebatte in Großbritannien verfolgt, die gleichzeitig weitere Bereiche der Spielebranche erfasste, wie Regulierungsvorhaben in Großbritannien und der EU aus denselben Wochen zeigten.

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