Die Telekom verkaufte im September 2019 das eigenständige VR-Headset Lenovo Mirage Solo für 99 Euro. Das Gerät war damit deutlich günstiger als der ursprüngliche Marktpreis und bot Einsteigern und VR-Entwicklern einen kostengünstigen Zugang zu Google Daydream auf eigenständiger Hardware. Das Angebot ist inzwischen abgelaufen.
Das Lenovo Mirage Solo war zum Zeitpunkt des Erscheinens das erste eigenständige Daydream-Headset. Es funktioniert ohne Smartphone, PC oder externe Sensoren. Als Prozessor kam ein Qualcomm Snapdragon 835 zum Einsatz. Das Display löst mit 2560×1440 Pixeln auf und erreicht 75 Hz bei einem Sichtfeld von rund 110 Grad. Die WorldSense-Technologie von Google liefert 6DoF-Tracking mit einer Genauigkeit unter einem Zentimeter, ohne externe Basisstationen oder Kabel. Zwei Fisheye-Kameras an der Vorderseite übernehmen das Positions-Tracking.
Für Entwickler war das Mirage Solo ein zugängliches Testgerät für die Daydream-Standalone-Plattform. Google stellte SDKs für Android Studio, Android NDK, Unity und Unreal Engine bereit. Zum Lieferumfang gehörte der Daydream-Controller. Der Speicher betrug 64 GB, der Arbeitsspeicher 4 GB RAM. Die Akku-Kapazität lag bei 4000 mAh. Als Anschlüsse standen USB-C, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und ein microSD-Kartenleser zur Verfügung.
Die Telekom hatte bereits seit 2018 eine Partnerschaft mit Lenovo für das Mirage Solo. Die Magenta-VR-App war auf dem Headset vorinstalliert. Das Angebot zum Preis von 99 Euro im Telekom Shop vom September 2019 positionierte das Headset als Einstiegsgerät in die damalige PC-freie VR-Welt. Die Daydream-Plattform wurde von Google zum 15. Oktober 2019 eingestellt. Das Mirage Solo blieb damit eines der wenigen vollständig eigenständigen Daydream-Geräte, das je erschienen ist.

