Asus hat auf der IFA 2019 in Berlin am 4. September 2019 die neue ProArt-StudioBook-Serie vorgestellt. Die Workstation-Notebooks richten sich an professionelle Anwender: 3D-Artisten, Spieleentwickler, Videoschneider und technische Kreative, die Profi-Rechenleistung im mobilen Format brauchen.
Das Flaggschiff ProArt StudioBook One ist das erste Notebook mit einer NVIDIA Quadro RTX 6000 als Grafikchip. Der Chip bringt 24 GByte GDDR6-Speicher, RT Cores und Tensor Cores der Turing-Architektur mit. Als Prozessor dient ein Intel Core i9-9980HK mit acht Kernen und bis zu 5 GHz Boost. Das 15,6-Zoll-Display löst in 4K auf, ist mit Gorilla Glas 5 geschützt, deckt 100 Prozent Adobe RGB ab und trägt das PANTONE-Zertifikat. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hz. Das Kühlkonzept setzt auf eine Verdampferkammer aus Titan, und der Scharnierwinkel hebt das Gehäuse beim Aufklappen um 4,57 Grad, um den Luftstrom zu verbessern. Mitgeliefert wird ein 300-Watt-Netzteil; der Akku fasst 90 Wh.
ProArt StudioBook Pro X für Xeon-Anwender
Das ProArt StudioBook Pro X richtet sich mit Intel Xeon E-2276M oder Core i7-9750H an Anwender, die ECC-Speicher oder besondere Plattformstabilität benötigen. Die Grafik übernimmt eine NVIDIA Quadro RTX 5000 mit 16 GByte VRAM. Bis zu 128 GByte RAM in vier SO-DIMM-Slots und ECC-Unterstützung bei der Xeon-Konfiguration passen zu anspruchsvollen Entwicklungsumgebungen. Zwei NVMe-SSDs können als Raid 0 zusammengelegt werden und sollen gemeinsam bis zu 6 GByte/s liefern; maximal sechs Terabyte Gesamtspeicher sind möglich. Das 17-Zoll-Display arbeitet mit 1920×1200 Pixeln im 16:10-Format, deckt 97 Prozent DCI-P3 ab und trägt ebenfalls eine Werkskalibrierung. Als besonderes Merkmal hat das Pro X das ASUS ScreenPad 2.0 an der Stelle des Touchpads: ein kleines Berührdisplay, das sich als Steuerfläche, Taschenrechner oder Spotify-Einheit nutzen lässt. CPU und GPU sollen auch unter Volllast ohne Drosselung betrieben werden können; die Lüfter drehen dabei bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute. Thunderbolt-3-Schnittstellen, WiFi 6, HDMI 2.0 und ein UHS-II-Kartenleser mit 300 MB/s runden das Anschlussfeld ab.
Beide Modelle tragen das NVIDIA-RTX-Studio-Zertifikat, das auf optimierte Treiber und verifizierten Einsatz in professionellen Kreativ-Applikationen hinweist. Asus gibt den Startpreis des StudioBook Pro X ab dem vierten Quartal 2019 mit rund 2.200 Euro an, das StudioBook One soll ab 4.300 Euro im gleichen Zeitraum erhältlich sein. Günstigere Varianten mit GeForce RTX 2060 statt Quadro sollen im ersten Quartal 2020 folgen.
