Steam plant personalisierte Rabattplätze statt fester Aktionsbuchungen

Valve will den Bereich für Rabatte und Events auf Steam Anfang 2027 stärker personalisieren. Die Ankündigung an Steamworks-Partner beschreibt dynamisch ausgewählte Angebote anstelle eines überwiegend manuell geplanten Aktionskalenders. Einen konkreten Umstellungstag nennt das Unternehmen noch nicht.

Neue Buchungen für Weekend Deals, Midweek Deals und Daily Deals werden vorerst nicht mehr angenommen. Bereits vereinbarte Platzierungen sollen dagegen stattfinden. Damit werden nicht Rabatte auf Steam abgeschafft, sondern die Vergabe hervorgehobener Werbeflächen verändert.

Mehr gezeigte Spiele, keine garantierten Verkäufe

In bisherigen Versuchen seien in diesem Bereich täglich ungefähr zehnmal so viele unterschiedliche Spiele gezeigt worden, erklärt Valve. Das Unternehmen berichtet außerdem von mehr Besuchen auf Shopseiten sowie zusätzlichen Wunschlisten- und Warenkorbaktionen. Absolute Zahlen und belastbare Umsatzeffekte für einzelne Entwickler nennt die Mitteilung nicht.

Für Studios sind diese Kennzahlen unterschiedlich zu bewerten. Eine zusätzliche Impression ist noch kein Besuch, ein Wunschlisteneintrag noch kein Kauf. Aus der größeren Auswahl lässt sich deshalb keine gleichmäßige Verteilung der Reichweite auf alle teilnehmenden Spiele ableiten.

Aktionsplanung bleibt nötig

Valve kündigt weitere Werkzeuge für die Planung von Rabatten und Events an. Die Steamworks-Dokumentation zu Preisnachlässen bleibt für die jeweils geltenden Voraussetzungen maßgeblich. Marketingteams sollten eine bislang eingeplante feste Platzierung nicht mit einer späteren automatischen Empfehlung gleichsetzen.

Die Änderung betrifft einen anderen Teil der Vermarktung als die Vorgaben für Steam-Cover ohne Auszeichnungen und Werbetexte. Dort geht es um die Gestaltung von Shopgrafiken, hier um die Auswahl und Ausspielung von Angeboten. Für die Erfolgskontrolle werden getrennte Daten zu Reichweite, Shopbesuchen und tatsächlichen Käufen wichtig.

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