gamescom 2018: Free2Play prägt die Geschäftsmodelle großer Publisher

Auf der gamescom 2018 prägen Free2Play und wiederkehrende Ausgaben die Geschäftsmodelle vieler großer Publisher. Eine Analyse von Heise beschreibt am 17. August, wie League of Legends, Dota 2, World of Tanks und Fortnite mit kostenlosen Einstiegen und zusätzlichen Käufen hohe Reichweiten und Umsätze verbinden.

Das Geschäftsmodell beschränkt sich dabei nicht auf Spiele ohne Kaufpreis. Auch Vollpreistitel werden als langfristige Angebote mit neuen Inhalten, kosmetischen Gegenständen und weiteren Zahlungen geplant. Heise fasst diese Entwicklung unter den Begriffen Live-Service und Games as a Service zusammen und verweist auf die wachsende Bedeutung von Mikrotransaktionen.

Live-Services ersetzen klassische Veröffentlichungszyklen

Electronic Arts brachte zur Messe FIFA 19 und Battlefield V mit. Bei FIFA sorgt der Ultimate-Team-Modus für fortlaufende Einnahmen, während Battlefield V auf einen langfristig betreuten Mehrspielerbetrieb setzt. Activision verfolgte mit dem Battle-Royale-Modus von Call of Duty: Black Ops 4 ein ähnliches Ziel.

Auch Ubisoft verband Einzelspielerangebote wie Assassin’s Creed Odyssey mit zusätzlichen Inhalten und kaufbaren Gegenständen. Bethesda öffnete mit Fallout 76 die Fallout-Reihe für einen Onlinebetrieb. Für die Publisher bedeutet das Modell eine längere Umsatzphase pro Spiel, für Entwickler aber auch die Notwendigkeit, Inhalte und technische Dienste über längere Zeit zu betreiben.

Einzelspieler bleibt ein Gegenmodell

Sony setzte bei God of War und weiteren angekündigten Titeln weiterhin auf abgeschlossene Einzelspielerangebote. Nintendo und CD Projekt hielten sich ebenfalls von einem starken Fokus auf Mikrotransaktionen fern. Die offizielle gamescom-Eröffnung stellte 2018 zwar die Vielfalt des Mediums in den Mittelpunkt, die Geschäftsmodelle der großen Aussteller zeigten aber deutlich unterschiedliche Wege zur Finanzierung von Spielen.

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