Der game, Verband der deutschen Games-Branche, zählte im Mai 2018 insgesamt 11.705 Beschäftigte bei 524 Unternehmen in Deutschland. Die Auswertung im Jahresbericht 2018 erfasst Entwickler und Publisher und zeigt, dass der Rückgang der Beschäftigtenzahlen aus dem Vorjahr zunächst gestoppt wurde.
Gegenüber dem Vorjahreswert von 11.140 Beschäftigten entspricht das einem Anstieg von rund fünf Prozent. Die Zahl blieb damit trotzdem unter den Werten von 2015 mit 12.726 und 2016 mit 12.839 Beschäftigten. Bei der Zahl der Unternehmen gab es gegenüber 2017 kaum Veränderung.
Games-Entwicklung bleibt auf wenige Standorte konzentriert
Der Verband verweist im Bericht auf den internationalen Wettbewerb um Fachkräfte und auf unterschiedliche Förderbedingungen. Kanada beschäftigte demnach trotz einer deutlich kleineren Bevölkerung mehr als doppelt so viele Menschen in der Games-Branche. Für deutsche Studios und Publisher blieben Finanzierung und Standortbedingungen damit zentrale Faktoren für die Entwicklung neuer Produktionen.
Zum erweiterten Games-Arbeitsmarkt zählt der game zusätzlich Arbeitsplätze bei Handel, Medien, Hochschulen, Behörden und weiteren Institutionen. Diese Gruppe umfasste 17.705 Beschäftigte. Zusammen mit dem Kernmarkt sicherte die Branche laut Bericht knapp 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland.
Die Zahlen ergänzen die GamesIndustry.biz Careers Survey 2018, die kurz zuvor Arbeitszeiten, Gehälter und Crunch in der internationalen Games-Branche untersucht hatte. Der deutsche Jahresbericht betrachtet dagegen vor allem Unternehmenszahl und Beschäftigung am Standort Deutschland.

