WUATEVAR GAMES startet mit Vermarktungshilfe für Indie-Studios

WUATEVAR GAMES hat am 24. September 2026 den Start einer Publishing-Plattform für unabhängige Entwickler angekündigt. Gründer Massimiliano Cirillo will Studios bei selbst veröffentlichten Spielen unterstützen und Kontakte zu Publishern herstellen. Als erstes betreutes Projekt nennt die Mitteilung Signal Lost des griechischen Teams Ironflow.

Steam-Auftritt und Spieleinstieg überarbeiten

Die Unternehmensseite beschreibt drei Arbeitsbereiche: Steam-Marketing, Onboarding und Publisher-Kontakte. Gemeint sind die Optimierung der Store-Präsentation, die Überarbeitung des Spieleinstiegs und die Ansprache möglicher Veröffentlichungspartner. Die Plattform versucht damit, sowohl die Gewinnung von Interessenten als auch deren erste Spielerfahrung zu verbessern.

Zusätzlich stellt WUATEVAR Projekte aus seiner Discord-Community in der Twitch-Sendung Mehssive Indie Night vor. Entwickler sollen dadurch mit Content-Creatorn in Kontakt kommen. Eine Aufnahme in das Portfolio ist jedoch nicht mit einem bereits abgeschlossenen Publishing-Vertrag oder einer zugesagten Finanzierung gleichzusetzen.

Community-Fonds ohne bezifferte Zusage

Die Startmitteilung bewirbt einen Community-Fonds, bei dem neue Instagram-Follower zum Veröffentlichungsbudget beitragen sollen. Sie beziffert weder den Betrag je Follower noch ein Gesamtbudget. Wie viel Kapital einem einzelnen Studio daraus tatsächlich zur Verfügung steht, lässt sich anhand dieser Ankündigung nicht berechnen.

Für ein Team sind deshalb die vertraglichen Leistungen entscheidend: Wer trägt Marketingausgaben, welche Erlöse werden geteilt und welche Rechte bleiben beim Entwickler? Die Ankündigung beantwortet diese Fragen nicht. Die Aussicht auf Reichweite ist zunächst ein Angebot zur Vermarktungsunterstützung, kein Beleg für zusätzliche Verkäufe.

Ein anderes Finanzierungsmodell verfolgt die Crowd-Investing-Plattform Gamevestor mit Beteiligungen an künftigen Spieleinnahmen. Bei WUATEVAR steht in den veröffentlichten Angaben dagegen die Vorbereitung und Vermarktung von Indie-Projekten im Vordergrund. Ob daraus ein selbst veröffentlichter Titel oder eine Zusammenarbeit mit einem weiteren Publisher wird, muss für das jeweilige Projekt vereinbart werden.

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