DFB beschränkt E-Sport-Engagement auf digitalen Fußball

Der Deutsche Fußball-Bund und seine Regional- und Landesverbände haben am 20. April 2018 ihr Engagement auf fußballbezogene Spiele und Formate begrenzt. Die beim Hamburger Fußball-Verband erhaltene DFB-Mitteilung verwendet dafür E-Soccer und grenzt sich ausdrücklich von gewalthaltigen Spielen ab.

Aufnahmebedingungen und Angebote der Landesverbände

Für die Mitgliedschaft von E-Sport-Vereinen nennt die Mitteilung zunächst eine Anerkennung durch Landessportbünde und DOSB. Aufgenommen werden sollen Vereine, die sich mit fußballbezogenen Wettbewerben befassen. Wie stark sich einzelne Landesverbände engagieren, bleibt ihnen überlassen.

Digitale Fußballangebote sollen das Vereinsleben ergänzen und Jugendliche zum aktiven Fußball bewegen. Gemeinsam geplant sind Regeln für Jugendschutz und Suchtprävention. Die Mitteilung belegt politische Ziele, nicht deren Wirksamkeit.

ESBD kritisiert die Abgrenzung

Hans Jagnow, damals Präsident des E-Sport-Bundes Deutschland, begrüßte die Öffnung gegenüber digitalen Wettbewerben, widersprach aber der Trennung vom übrigen E-Sport. In einer von GameStar veröffentlichten E-Mail kritisierte er die Sprachregelung und den Rückgriff auf den Begriff „Killerspiele“. Die Konzentration eines Fußballverbandes auf Fußballsimulationen hielt er dagegen für nachvollziehbar.

Die damalige DFB-Position betrifft das eigene Verbandsengagement. Sie ist weder eine allgemeingültige Definition von E-Sport noch eine Entscheidung über den Status sämtlicher Wettbewerbe. Bereits im November hatte der DOSB den ESBD als Ansprechpartner begrüßt, ohne damit eine Anerkennung als Sportart zu beschließen.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Positionen vom April 2018, nicht die heutige Verbandspraxis. Das offizielle HFV-Foto dient als Symbolbild für digitalen Fußball.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein