Rovio hat am 22. Februar 2018 vorläufige Geschäftszahlen für 2017 veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 55 Prozent auf 297,2 Millionen Euro. Games erreichten 248 Millionen Euro, das operative Ergebnis des Konzerns 31,4 Millionen Euro. Die Angaben waren ungeprüft.
Nutzergewinnung und Streaming kosten Geld
Die Nutzerakquise kostete 69,6 Millionen Euro beziehungsweise 28,1 Prozent des Games-Umsatzes. Für die Streaming-Tochter Hatch plante Rovio 2018 Investitionen von zehn bis 15 Millionen Euro. Ungefähr die Hälfte sollte das Ergebnis belasten, der Rest als Entwicklungskosten und Vorauszahlungen aktiviert werden.
Schon im dritten Quartal 2017 hatte Rovio über gestiegene Ausgaben für Nutzerakquise berichtet. Erlöswachstum und Profitabilität sind deshalb getrennt zu prüfen. Aktivierte Ausgaben werden nicht kostenlos: Sie erhalten zunächst eine andere bilanzielle Behandlung als sofort ergebniswirksame Kosten.
Prognose reicht über den Vorjahresumsatz hinaus
Für 2018 nannte Rovio 260 bis 300 Millionen Euro Umsatz und neun bis elf Prozent bereinigte EBIT-Marge. Die Spanne umfasst einen Rückgang ebenso wie einen leichten Anstieg gegenüber 2017. Der vollständige Jahresbericht war für den 2. März angekündigt, lag zum damaligen Beitragsdatum aber noch nicht vor.
Archivhinweis: Die Meldung dokumentiert die vorläufigen Angaben vom Februar 2018, keine aktuelle Geschäftsprognose. Das heutige Pressekit-Logo dient als Symbolbild. Das Kurswidget verwendet das damalige Börsenkürzel und garantiert keine aktuelle Kursanzeige.

