Google Poly API bringt 3D-Assets in Unity und Unreal

Google hat am 30. November 2017 die Poly API für Entwickler gestartet. Anwendungen können damit 3D-Assets aus der Bibliothek dynamisch suchen und herunterladen, sowohl während der Bearbeitung als auch zur Laufzeit.

Die REST-basierte Schnittstelle lässt sich unabhängig von einer einzelnen Plattform einsetzen. Filter für Suchbegriffe, Kategorien, Asset-Typen, Komplexität und kuratierte Inhalte grenzen die Auswahl ein. Zusätzlich liefert die API Metadaten wie Autor, Titel, Lizenz und Erstellungszeit. Für Modelle stehen unter anderem OBJ, GLTF1 und GLTF2 zur Verfügung, außerdem Materialien, Texturen und Vorschaubilder.

Toolkits für Unity und Unreal Engine

Für Unity veröffentlichte Google ein Toolkit mit einer C#-Schnittstelle. Das Paket konnte Assets direkt im Editor suchen und importieren oder sie während der Ausführung nachladen. Für die Unreal Engine stellte Google ebenfalls ein Toolkit bereit, das OBJ- und Blocks-Modelle abruft, konvertiert und als verwendbare Actors in eine Szene einfügt.

Beispiele für ARCore, ARKit und WebGL

Google ergänzte die API mit Beispielprojekten für Android, ARCore, iOS, ARKit und WebGL. Die Beispiele zeigen unter anderem asynchrone HTTP-Verbindungen, den Download von Asset-Dateien, die Umwandlung von OBJ- und MTL-Daten sowie die Darstellung in einer Szene. Damit richtet sich das Angebot an Entwickler von Spielen, AR-Anwendungen und interaktiven 3D-Projekten.

Die API erweitert die am 1. November 2017 gestartete Google Poly-Bibliothek um einen programmatischen Zugriff. Die vorherige Plattform blieb als Browserangebot zum Durchsuchen, Betrachten und Herunterladen der Modelle bestehen.

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