Ubisoft und Take-Two: Digitale Erlöse wachsen im Herbst 2017

Ubisoft und Take-Two haben am 7. November 2017 steigende digitale Erlöse gemeldet. Ubisoft erzielte im ersten Halbjahr 2017/18 insgesamt 466,2 Millionen Euro Umsatz, 65,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Take-Twos Quartalsumsatz nach US-GAAP erreichte 443,6 Millionen US-Dollar, ein Plus von sechs Prozent. Beide Berichtszeiträume endeten am 30. September 2017, umfassen aber sechs beziehungsweise drei Monate.

Ubisofts digitale Erlöse stiegen um 69,1 Prozent auf 342,6 Millionen Euro. Die wiederkehrenden Einnahmen, Player Recurring Investment genannt, erreichten 174,5 Millionen Euro und wuchsen um 82,9 Prozent. Dazu zählen digitale Gegenstände, DLC, Season-Pässe, Abonnements und Werbung. Die gesamte Summe als Mikrotransaktionsumsatz zu bezeichnen wäre daher ungenau.

Der Publisher hatte bereits 2016 einen hohen Digitalanteil am Umsatz gemeldet. Im neuen Halbjahresbericht nennt Ubisoft unter anderem Rainbow Six Siege und Ghost Recon Wildlands als Wachstumstreiber.

Bei Take-Two sind Umsatz und Net Bookings getrennte Kennzahlen

Take-Two meldete 302,9 Millionen US-Dollar digital ausgelieferten Umsatz, 31 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Wiederkehrende Konsumentenausgaben wuchsen um 66 Prozent und entsprachen 48 Prozent des Gesamtumsatzes. Diese Kategorie umfasst virtuelle Währung, Zusatzinhalte und Mikrotransaktionen. GTA Online und NBA 2K17 gehörten zu den wichtigsten Umsatzbeiträgen.

Daneben weist Take-Two 577 Millionen US-Dollar Net Bookings aus, 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist die bisher als Net Sales bezeichnete operative Kennzahl, nicht der bilanzierte Umsatz. Sie erfasst in der Periode verkaufte Produkte und Leistungen sowie weitere Erlöse, darunter Lizenzgebühren und Werbung. Für wiederkehrende Ausgaben auf dieser Basis nennt Take-Two 84 Prozent Wachstum und 42 Prozent Anteil.

Die beiden Prozentpaare beschreiben unterschiedliche Bezugsgrößen: 66 Prozent Wachstum und 48 Prozent Anteil gelten für den Umsatz, 84 Prozent und 42 Prozent für Net Bookings. Auch Ubisofts breiter definierte wiederkehrende Einnahmen lassen sich nicht unmittelbar mit Take-Twos Kategorie vergleichen. Unterschiedliche Währungen und Berichtslängen verhindern zudem einen direkten Größenvergleich der genannten Gesamtsummen.

Das Börsenwidget zeigt aktuelle Kurse von Ubisoft und Take-Two, nicht die Kurse vom November 2017.

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