Google hat am 1. November 2017 die 3D-Bibliothek Poly vorgestellt. Die Plattform bündelt frei durchsuchbare Objekte und Szenen für Anwendungen mit Augmented Reality und Virtual Reality.
Poly entstand aus Googles Arbeit mit Tilt Brush und Blocks. Entwickler können Modelle durchsuchen, herunterladen und in eigene Projekte übernehmen. Viele Objekte lassen sich außerdem bearbeiten und als neue Variante veröffentlichen, wobei Poly die ursprüngliche Erstellung verknüpft. Ein früherer Google-Schwerpunkt für immersive Anwendungen war die Lullaby-Bibliothek für C++ und VR.
Assets für ARCore und ARKit
Zum Start standen Tausende kostenlose Modelle bereit, darunter einfache Gegenstände, Figuren und komplette Szenen. Google richtete das Angebot ausdrücklich auf Entwickler aus, die Inhalte für ARCore, ARKit oder klassische VR-Anwendungen erstellen. Die Objekte konnten als OBJ-Dateien hochgeladen und in vielen Fällen für eigene Projekte angepasst werden.
Neben der Nutzung in Apps war Poly auch als Browser-Plattform angelegt. Objekte ließen sich am Desktop oder auf Mobilgeräten betrachten, als GIF teilen oder mit Cardboard und Daydream View in VR ansehen. Für Studios und einzelne Entwickler lag der praktische Nutzen vor allem in der schnellen Suche nach verwertbaren 3D-Grundlagen, bevor eigene Modelle erstellt oder eingekauft werden mussten.

