EA-Chef Andrew Wilson hat am 31. Oktober 2017 die Visceral-Schließung im Gespräch mit Analysten nicht als Entscheidung gegen Einzelspielerspiele beschrieben. In der von EA veröffentlichten Mitschrift weist er die Erklärung zurück, das Projekt habe allein wegen seiner Singleplayer-Ausrichtung oder einer gewünschten Live-Service-Umstellung verändert werden müssen.
Wilson verweist stattdessen auf laufende Spieltests, Rückmeldungen und Veränderungen im Markt. Das Design habe angepasst werden müssen, damit Spieler länger zurückkehren wollten. Das ist die Begründung des Managements. Die Mitschrift enthält keine veröffentlichten Testdaten, die diese Bewertung unabhängig nachvollziehbar machen.
Vorhandene Inhalte sollten weiter genutzt werden
Der CEO äußert sich positiv über bereits entwickelte Inhalte und Assets und kündigt an, Möglichkeiten ihrer weiteren Nutzung zu prüfen. Seine Erwähnung der Einzelspielerkampagne im selben Gespräch betrifft Star Wars Battlefront II, nicht die verbindliche Zusage einer Kampagne für das umgearbeitete Visceral-Projekt.
EA hatte am 17. Oktober die Schließung von Visceral und die Übergabe des Star-Wars-Projekts an ein von EA Vancouver geführtes Team angekündigt. Die spätere Erläuterung ergänzt diesen Beschluss um Wilsons Begründung, nimmt die Schließung aber nicht zurück.
Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt den Stand von Anfang November 2017. Spätere Entscheidungen zum Projekt werden nicht in die damalige Erklärung übertragen.

