Microsoft kündigte am 28. August 2017 Windows-Mixed-Reality-Headsets mit integrierter Positionserfassung und geplanter Steam-Unterstützung an. Weitere Details sollten während der IFA 2017 folgen. Externe Tracking-Sensoren im Zimmer waren für diese Geräte nicht vorgesehen.
Die europäische Mitteilung vom 29. August nennt HP, Lenovo, Dell und Acer als Hardwarepartner. Sie beschreibt zwei PC-Klassen: Systeme mit integrierter Grafik sollten 60 Bilder pro Sekunde liefern, leistungsstärkere PCs mit separater Grafikkarte 90. Das sind Herstellerangaben zum Plattformbetrieb, keine von der Redaktion gemessenen Bildraten für einzelne Spiele.
Controller-Pakete und mehrere Vertriebswege
Microsoft nannte für Pakete aus Headset und Bewegungscontrollern einen Einstiegspreis von 399 US-Dollar. Für Steam-Inhalte wurde die Unterstützung angekündigt, nicht bereits als verfügbar gemeldet. Einen konkreten Starttermin dafür enthielt die Mitteilung nicht.
Bei der Build 2017 hatte Microsoft Windows Mixed Reality bereits als Entwicklerplattform vorgestellt. Die August-Ankündigung ergänzte die Softwarebasis um PC-Leistungsklassen und Vertriebspläne. Dell stellte mit dem Visor ein eigenes Headset für diese Plattform vor.
Für Tests von VR-Anwendungen sind die zwei angekündigten Leistungsklassen getrennt zu betrachten: Eine Herstellerangabe von 90 Bildern pro Sekunde ist kein Beleg dafür, dass dieselbe Anwendung auf einem System mit integrierter Grafik diese Bildrate erreicht. Das ist eine technische Folgerung aus den unterschiedlichen Zielwerten, kein Ergebnis eines Produkttests.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Ankündigung vom August 2017. Die Preise und Startpläne beschreiben den damaligen Stand und sind keine aktuelle Kaufempfehlung.

