Seagate hat beim Flash Memory Summit 2017 in Santa Clara eine 64-TB-NVMe-Karte mit bis zu 13 GB/s beim Lesen vorgestellt. Die Mitteilung vom 8. August beschreibt eine Demonstration für Cloud-Anbieter und große Rechenzentren, keinen damaligen Verkaufsstart.
Auf einer PCIe-Steckkarte bündelt Seagate acht SSD-Controller und nutzt dafür die M.2-Bauform. Der Hersteller nennt außerdem einen Schutz bei Stromausfall. Kundensamples sollten erst im ersten Halbjahr 2018 folgen. Die Leserate ist eine Herstellerangabe, kein unabhängiger Benchmark.
Rechenzentrum statt Konsolenlaufwerk
Die Karte ist keine Erweiterung für Xbox-Konsolen. Seagates Game Drive für Xbox richtet sich dagegen an Spielebibliotheken über USB. Für Entwicklungsstudios betrifft die NVMe-Demonstration eher die Infrastruktur hinter großen Datenbeständen. Wie stark eine solche Karte Build- oder Asset-Pipelines beschleunigt, hängt vom jeweiligen Zugriffsmuster ab und wird durch die angekündigte Leserate nicht belegt.
Seagate kündigte zudem die Nytro 5000 im M.2-Format mit 2 TB und die Nytro 3000 mit Dual-Port-SAS und bis zu 15 TB an. Beide Reihen sollten später 2017 erhältlich werden. TB bezeichnet hier die dezimale Herstellerkapazität, nicht den nach Formatierung nutzbaren Speicher.

