Linden Lab öffnete Sansar Ende Juli 2017 als Creator Beta für die Öffentlichkeit. Der seit Dezember 2016 beteiligte Tester Ai Austin dokumentiert die Öffnung am 31. Juli. Die Herstellerankündigung beschreibt eine Plattform für das Erstellen und Veröffentlichen sozialer VR-Erlebnisse, nicht eine neue VR-Brille.
Zum damaligen Angebot gehörten HTC Vive, Oculus Rift und der Desktop-Modus auf Windows-PCs. Der Editor importierte 3D-Assets aus Modellierungswerkzeugen oder dem Sansar Store. Aus zusammengestellten Szenen wurden gehostete Mehrnutzer-Erlebnisse mit eigenen, teilbaren Links.
Verkauf von Gegenständen und geplanter Zugang zu Erlebnissen
Im Store konnten Ersteller bereits virtuelle Gegenstände verkaufen. Verkauf, Vermietung und kostenpflichtiger Zugang zu ganzen Erlebnissen waren dagegen angekündigte spätere Möglichkeiten. Die Grundnutzung war kostenlos; zusätzliche Kapazität und Unterstützung bot Linden Lab in Abonnements ab 9,99 US-Dollar monatlich an.
Ein Beta-Editor ist noch keine reibungslose Produktionsumgebung
Ai Austin berichtet aus seinen eigenen Tests über Grenzen beim Import komplexer Modelle und eine unübersichtliche Objektverwaltung. Seine Erfahrungen betreffen konkrete Arbeitsabläufe in der damaligen Beta, nicht einen allgemeinen Leistungsvergleich mit anderen Engines. Später ergänzte Inhalte seines Blogbeitrags von März 2018 gehören nicht zum hier beschriebenen Start.
Für Entwickler verbindet das Modell Inhaltserstellung, Hosting und Vertrieb bei einem Anbieter. Das Düsseldorfer Holocafé setzte 2016 dagegen auf selbst entwickelte Multiplayer-Spiele für eine lokale VR-Spielhalle. Beide Ansätze betreffen die Nutzung eigener VR-Inhalte, aber unterschiedliche Betriebs- und Vertriebsformen.
Archivhinweis: Dieser Beitrag beschreibt den Beta-Start von 2017, kein aktuelles Angebot. Die heutige Linden-Lab-Presseseite nennt abweichend den 21. Juli; für die Öffnung wird hier der zeitgenössische Teilnehmerbericht vom 31. Juli verwendet. Das offizielle Sansar-Logo dient als Symbolbild.

