Toshiba America Electronic Components stellte am 27. Juni 2017 QLC-BiCS-Flash mit 64 Zelllagen und vier Bits pro Zelle vor. Die Mitteilung beschreibt Speicherkomponenten, keine bereits erhältliche SSD.
Der Hersteller nennt 768 Gigabit pro Die und 1,5 TB für ein Package aus 16 Dies. Das ist Chipkapazität, nicht formatierter Nutzspeicher. Verwaltung und andere interne Aufgaben benötigen ebenfalls Platz.
Muster für SSD- und Controller-Hersteller
Evaluationsmuster wurden bereits im Juni ausgeliefert. Weitere sollten auf dem Flash Memory Summit vom 7. bis 10. August 2017 gezeigt werden. Preis und Verkaufsstart fertiger SSDs nennt die Mitteilung nicht.
Mehr Kapazität ist kein Haltbarkeitsnachweis
Vier statt drei Bits pro Zelle verlangen höhere Genauigkeit. Schreibgeschwindigkeit und Lebensdauer fertiger Laufwerke vergleicht Toshiba nicht.
Für Build-Systeme und Asset-Archive müssen Kapazität und Schreiblast getrennt bewertet werden. Als redaktionelle Folgerung sind ein großer Chipbestand und ein schneller vollständiger Build unterschiedliche Eigenschaften. Ein konkretes Laufwerk benötigt eine eigene Prüfung; aus dem Package-Wert allein lässt sich seine Eignung für einen Produktionsserver nicht ableiten.
Parallel hatte Toshiba ein Thunderbolt-3-Dock für mobile Arbeitsplätze vorgestellt. Das Dock bündelt externe Anschlüsse. Die QLC-Ankündigung betrifft dagegen die Speicherbausteine, aus denen spätere Produkte entstehen können.
Archivhinweis: Beschrieben ist die Komponentenentwicklung von Juni 2017. Der genannte Messetermin ist vergangen; die Meldung ist keine heutige Kaufempfehlung.

