AMD hat am 16. Mai 2017 die Serverprozessor-Marke EPYC vorgestellt. Die zuvor Naples genannte Familie nutzt Zen-Kerne. Erste Serversysteme kündigte der Hersteller für Juni an, nicht als bereits erhältliche Produkte.
AMD nennt bis zu 32 physische Kerne mit je zwei Threads und acht Speicherkanäle pro Prozessor. Ein Zwei-Sockel-System soll bis zu 32 DDR4-Module und vier Terabyte Arbeitsspeicher unterstützen.
Serverplattform statt Desktop-Prozessor
Die Plattform richtet sich an Cloud-Rechenzentren und lokale Server. AMD kündigt integrierte I/O-Funktionen, Sicherheitshardware und Infinity Fabric zur Verbindung zweier Prozessoren an. Herstellervergleiche ersetzen keine unabhängigen Benchmarks.
Bereits am 7. März hatte AMD Naples als Server-SoC für virtualisierte Umgebungen und große Datenbestände vorgestellt. Die Mai-Meldung ergänzt den Markennamen und konkretisiert den angekündigten Start auf Juni.
Parallelisierung bleibt eine Softwarefrage
Für Build- und Renderdienste ist die Plattform technisch interessant. Aus der Kernzahl allein folgt aber keine proportionale Beschleunigung: Parallelisierbarkeit, Speicherzugriffe und Datenträger bleiben bei der Auswahl einer Produktionsmaschine zu prüfen. Diese Bewertung ist keine Messung eines EPYC-Systems.
Mit den Ryzen-7-Achtkernprozessoren hatte AMD Zen zuvor für Desktop-Rechner angekündigt. EPYC ist eine separate Serverfamilie, nicht lediglich ein Ryzen-Prozessor mit neuer Bezeichnung.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Ankündigung vom Mai 2017. Das offizielle AMD-Motiv ist ein Symbolbild, kein Produktfoto von EPYC aus dieser Zeit.

