Google hat am 9. März die Beta von Cloud Functions für Firebase gestartet. Entwickler können kleine JavaScript-Funktionen in einer verwalteten Node.js-Umgebung ausführen lassen. Sie reagieren auf Ereignisse im Firebase-System, ohne dass das Team dafür einen eigenen Server betreiben muss.
Die Funktion ergänzt die Ende Februar freigegebenen Firebase-Werkzeuge für Unity und C++ um serverseitige Verarbeitung. Daraus folgt keine automatische Portierung von Spielcode: Die neuen Funktionen werden separat in JavaScript geschrieben und bereitgestellt.
Ereignisse lösen die Verarbeitung aus
Zum Start lassen sich etwa neu angelegte Nutzerkonten, Änderungen in der Realtime Database und Objekte in Cloud Storage verarbeiten. Weitere Anbindungen betreffen Analytics-Ereignisse und HTTP-Endpunkte. Als Beispiele nennt Google das Bereinigen von Nutzerdaten nach einer Kontolöschung und die Verarbeitung hochgeladener Bilder.
Die Release Notes führen das erste öffentliche Firebase-SDK für Cloud Functions als Version 0.5.2. Dort ist außerdem Pub/Sub als Ereignisquelle aufgeführt. Die Firebase-Kommandozeile übernimmt die Bereitstellung der Funktionen; die SDK-Werkzeuge unterstützen die Codevervollständigung und frühe Syntaxprüfung.
Kostenloser Einstieg, nutzungsabhängiger Blaze-Tarif
Nach der Startankündigung ist Cloud Functions in allen Firebase-Tarifen verfügbar, auch im kostenlosen Einstiegstarif. Im Blaze-Tarif wird die Nutzung abgerechnet; ein monatliches Freikontingent ist enthalten. Die Beta-Zusage betrifft den Stand vom März 2017, nicht spätere Tarifbedingungen.

