INITI hat am 11. Mai 2016 ein Video seiner Demonz-Testinstallation beim Prague Handball Cup veröffentlicht. Das Spiel überträgt ein Völkerball-Prinzip auf digitale Ziele: Statt andere Personen abzuwerfen, treffen die Beteiligten animierte Figuren und bewegte Objekte, die in den realen Raum projiziert werden.
Ballwürfe werden zur Spieleingabe
Laut Projektbeschreibung kombiniert das System Motion Tracking mit Projection Mapping. Die reale Fläche dient damit zugleich als Spielumgebung und Eingabebereich. Das Konzept stammt von Dan Gregor, die Programmierung übernimmt laut Video-Credits Ondřej Průcha. Die Figuren gestaltet Radek Doskočil.
Die Prager Testinstallation richtet sich vor allem an Kinder; nach Angaben von INITI beteiligten sich auch Erwachsene. Das Team beschreibt den Aufbau als skalierbar und für mehrere gleichzeitig spielende Personen geeignet. Konkrete Messwerte zu Erkennungsgenauigkeit, Verzögerung oder maximaler Teilnehmerzahl nennt die Veröffentlichung nicht.
Andere Eingaben verlangen andere Erkennung
Bereits Microsofts Handpose-Forschung hatte detaillierte Handbewegungen als Eingabe erschlossen. Bei Demonz stehen dagegen Ballwürfe auf projizierte Ziele im Mittelpunkt. Aus dem gemeinsamen Begriff Motion Tracking lässt sich keine gemeinsame Hardware ableiten: Einen bestimmten Sensor oder eine bestimmte Spieleengine benennt INITI in der Videobeschreibung nicht.

