Acer greift mit Atlas 7, 1000-Hz-Monitor und RTX Spark an

Acer hat seine große IFA-Pressekonferenz für ein ungewöhnlich breites Hardware-Feuerwerk genutzt. Im Mittelpunkt stehen der neue Gaming-Handheld Predator Atlas 7, ein 1.000-Hz-Monitor und kompakte PCs mit Nvidias RTX-Spark-Chip. Daneben kehrt Packard Bell zurück.

Für den XboxDev-Kontext sind vor allem der Atlas 7 und der Predator XB253Q U1 interessant, während Acer mit RTX Spark zugleich auf lokale KI-Anwendungen am PC zielt. Die weiteren Messe-Neuheiten ordnen wir nur dort ein, wo sie das Windows- und Gaming-Angebot ergänzen.

Predator Atlas 7 setzt auf 120 Hz und variable Bildrate

Der Predator Atlas 7 bekommt ein sieben Zoll großes Full-HD-Display mit 120 Hz, variabler Bildrate, 500 Nits und Gorilla Glass Victus. Acer plant Konfigurationen mit Intel Arc G3 Extreme samt Arc B390, bis zu 24 GB LPDDR5X-RAM und einer PCIe-4.0-SSD mit bis zu 1 TB.

Zur Ausstattung gehören zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 und ein microSD-Leser nach UHS-II. Optional verbaut Acer TMR-Sticks, die weniger verschleißanfällig als klassische Potentiometer sein sollen, sowie Hall-Effekt-Trigger. Je nach Akku wiegt das Gerät weniger als 700 oder 750 Gramm. Für Europa ist der Marktstart im November 2026 vorgesehen; einen Europreis nennt Acer noch nicht.

Mit Project DualPlay Mini zeigte das Unternehmen außerdem eine Studie mit acht Zoll großem Display. Das Gerät lässt sich zwischen Handheld und kleinem Notebook umbauen, bleibt vorerst aber ein Konzept ohne Verkaufstermin.

1.000 Hz bleiben eine PC-Disziplin

Der 24,5 Zoll große Predator XB253Q U1 treibt die Bildrate bis auf 1.000 Hz. Dafür bleibt es bei Full HD. Hinzu kommen 0,3 Millisekunden Reaktionszeit im VRB-Pro-Modus, DisplayHDR 400, FreeSync Premium und G-SYNC-Kompatibilität. In Europa soll der Monitor im ersten Quartal 2027 ab 1.099 Euro erscheinen.

Sieben weitere Displays ergänzen die Reihe. Dazu zählen der 31,5 Zoll große QD-OLED Predator X32 V3 mit 4K und 180 Hz sowie der Nitro XV275X P mit 5K, 165 Hz und einer Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit 2.304 Zonen. Mehrere Dual-Mode-Modelle tauschen Auflösung gegen höhere Bildraten.

RTX-Spark-PC trifft auf Packard-Bell-Comeback

Beim Acer SFF RTX Spark steckt Nvidias neue Plattform in einem kompakten Desktop. Laut Acer kombiniert der Chip bis zu 6.144 Blackwell-CUDA-Kerne, eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und maximal 128 GB gemeinsamen Speicher. Die genannte KI-Leistung von bis zu einem Petaflop bezieht sich auf niedrigpräzise KI-Berechnungen und ist nicht direkt mit klassischer Spieleleistung vergleichbar.

Acer spricht gezielt Entwickler, Kreative und Nutzer lokaler KI-Modelle an. Preis und Marktstart stehen noch aus. Parallel wurde die Veriton RI110 AI Mini Workstation für ähnliche Arbeitslasten vorgestellt.

Unter dem Dach der Acer Group feiert Packard Bell ein komplettes Comeback. Den Anfang macht das 14,5-Zoll-Notebook DotBook, flankiert von Plattenspieler, Lautsprecher, Feature-Phone, Audiobrille und Creator-Zubehör. Die Produktpalette soll in Europa ab September anlaufen. Acer nennt für das DotBook einen Einstiegspreis von 499 Euro.

Vom 799-Gramm-Notebook bis zum E-Paper-Monitor

Außerhalb des Gaming-Bereichs fällt besonders das Swift Blade 14 auf. Acer gibt ein Gewicht von 799 Gramm und eine Bauhöhe von 12,9 Millimetern an. Das 14-Zoll-Notebook kann mit einem 3K-OLED ausgestattet werden und soll im Dezember nach Europa kommen.

Das zweite ungewöhnliche Display ist der EP130K: ein 13,3 Zoll großer E-Paper-Monitor mit Touch-Unterstützung, Farb- und Schwarzweißmodus. Der faltbare PD163Q P3 ergänzt ein Notebook hingegen um drei 15,6-Zoll-Bildschirme. Neue Aspire-Geräte und der reparaturfreundlicher ausgelegte Vero 16 runden Acers Windows-Angebot ab. Je nach Produkt reicht der geplante Europa-Start von Ende 2026 bis ins erste Quartal 2027.

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