HandBrake 1.0: Neue Presets, VP9 und HEVC über Intel Quick Sync

Das HandBrake-Projekt hat am 24. Dezember 2016 HandBrake 1.0.0 mit neuen Ausgabeprofilen und zusätzlichen Encodern veröffentlicht. Der freie Videotranscoder läuft unter Linux, macOS und Windows. Zu den Neuerungen gehören VP9 über libvpx, Opus-Audio sowie HEVC-Encoding mit Intel Quick Sync auf Skylake-Prozessoren und neueren unterstützten Generationen.

Presets zwischen Oberfläche und Kommandozeile austauschen

Die überarbeiteten Profile decken allgemeine Anwendungen, Geräte, Webvideos und Matroska-Dateien ab. Alte Profile aus HandBrake 0.10 bleiben unter „Legacy“ erhalten. Das neue JSON-basierte Preset-System funktioniert sowohl mit der grafischen Oberfläche als auch mit der Kommandozeile. Unter Linux und Windows kann die CLI außerdem exportierte Warteschlangen der Oberfläche übernehmen.

Für wiederkehrende Konvertierungen von Gameplay-Aufnahmen oder Testvideos lassen sich damit dieselben Einstellungen in interaktiven und automatisierten Abläufen verwenden. Eine zusätzliche JSON-Schnittstelle dient der Kommunikation mit der Bibliothek libhb.

Höhere Encoder-Bittiefe ersetzt keine durchgängige 10-Bit-Pipeline

Die Release Notes zu Version 1.0.0 nennen Unterstützung für externe x264- und x265-Bibliotheken mit höherer Bittiefe. Gleichzeitig bleibt die interne Videopipeline bei 8 Bit und 4:2:0. Daraus lässt sich kein vollständiger 10-Bit- oder HDR-Bearbeitungsablauf ableiten.

Unter Windows greift die Oberfläche nun direkt auf libhb zu. Die DXVA-beschleunigte Decodierung wurde wegen Problemen und zu geringem Nutzen entfernt. Das ist von der neu hinzugefügten HEVC-Codierung über Quick Sync zu unterscheiden.

Für Schnitt und Montage bleiben andere Programme zuständig, etwa OpenShot 2.2 mit seiner erweiterten 4K-Unterstützung. HandBrake konzentriert sich auf die anschließende Umwandlung und die Wahl geeigneter Ausgabeparameter.

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