Kosmos verbindet im Experimentierkasten Kosmobits ein programmierbares Gamepad mit einem Lernspiel. Die Projektbeschreibung des App-Entwicklers nennt Android, iOS und 15 Level. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren. Die App wurde im Auftrag und in Zusammenarbeit mit Kosmos entwickelt.
Aufsteckbare Sensoren übersetzen Licht, Wärme, Schall und Bewegung in Aktionen des Jump-and-Run-Spiels. Beispielsweise lässt Wärme den SensorBot Kelvin Eisblöcke schmelzen; Lumen macht durch Licht verborgene Objekte sichtbar. Der offizielle Kosmobits-Trailer von Kosmos zeigt das Produktkonzept. Er wurde am 11. Oktober 2016 veröffentlicht.
Programmierbare Hardware und Lernaufgaben getrennt betrachten
Im Test vom 6. Dezember 2016 beschreibt Golem-Autor Alexander Merz das Arduino-kompatible Kosmoduino-Board. Die Arduino-IDE erkennt es als Arduino Uno. Zum Set gehören außerdem ein separates Sensorboard, Steckbrett, Kabel, LEDs, Widerstände und Akku. Das Mikrocontroller-Board lässt sich auch außerhalb des Gamepad-Gehäuses verwenden.
Merz kritisiert die Programmieraufgaben der App: Fehlende Codebestandteile werden ergänzt, ohne dass der Code die eigentliche Spielfigur steuert. Er bewertet dagegen die bebilderte Anleitung mit 19 Projekten positiv. Sie behandelt Arduino-Programmierung, Sensorabfragen und typische Fehlermeldungen. Das sind Ergebnisse des fremden Tests, keine eigene Erprobung der Redaktion.
Für die Beurteilung solcher Lernhardware müssen Spielsteuerung und eigene Programmierung unterschieden werden. Ein Sensor kann eine Spielfunktion auslösen, ohne dass dafür eigener Code geschrieben wird. Eine spielerische Bedienung allein belegt deshalb noch keinen Lernerfolg. Der Bericht enthält keine wissenschaftliche Messung zur Wirksamkeit des Sets.
Bei der Partnerschaft von Microsoft und Arduino zur Build 2015 stand ebenfalls die Verbindung physischer Komponenten mit Software im Mittelpunkt. Kosmobits nutzt diesen Grundgedanken für den Einstieg in die Programmierung. Aus der Arduino-Kompatibilität folgt keine Xbox-Controller-Unterstützung.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert das Produkt und den Teststand vom Dezember 2016. Das offizielle Verpackungsmotiv ist kein eigenes Testfoto. Heutige App-Verfügbarkeit und Lieferbarkeit sind damit nicht zugesichert.

