Der Testbericht vom 26. September 2016 prüft den Steam Link als Streaming-Box für PC-Spiele. Das Gerät überträgt das Bild eines Steam-Hosts an einen Fernseher oder Monitor und soll dabei eine Ausgabe mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. Der historische Test berücksichtigt außerdem die Nutzung mit einem Steam Link-System im Heimnetz und verschiedenen Eingabegeräten.
Valve stattete die Box mit HDMI, drei USB-2.0-Anschlüssen, Fast Ethernet, WLAN nach 802.11ac und Bluetooth 4.0 aus. Über USB ließ sich neben dem Steam Controller auch der Xbox-360-Wireless-Adapter anschließen. Damit konnten getestete Spiele wahlweise mit einem Controller oder mit Maus und Tastatur bedient werden. Zusatzsoftware für Eingabegeräte wurde beim Streaming vom Host-PC allerdings nicht vollständig berücksichtigt.
Für die Messung verglich der Test eine direkte Verbindung über einen Netzwerk-Switch mit einem Powerline-Aufbau. Im direkten Szenario blieb die Bildrate nahezu konstant bei 59 bis 60 Bildern pro Sekunde. Über Powerline traten dagegen Unterbrechungen von bis zu zehn Sekunden und in einem Fall ein kompletter Abbruch des Streams auf.
Der Vergleichstest im Video zeigt die beiden Bildsignale parallel. Bei der direkten Netzwerkverbindung bemerkte der Tester nur selten eine Verzögerung von weniger als einer Sekunde. Für schnelle Eingaben und reaktionskritische Spiele blieb die Qualität damit trotzdem von der Netzwerkinfrastruktur abhängig.
Netzwerk entscheidet über die Praxistauglichkeit
Als Host kamen im Test ein PC mit Intel Core i7-4770K, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer GeForce GTX 760 zum Einsatz. Unterstützt wurden SteamOS, Windows, macOS und Linux. Der Bericht empfiehlt für den stabilen Betrieb eine direkte Verbindung zum Switch und ein Gigabit-Heimnetzwerk, auch wenn der Steam Link selbst nur einen Fast-Ethernet-Anschluss besitzt.
Für Offline-Spiele und Titel mit geringeren Anforderungen an die Reaktionszeit erwies sich das Konzept im Test als brauchbar. Der damals genannte Preis lag bei 54,99 Euro. Diese Angabe gehört zum historischen Testzeitpunkt und ist keine aktuelle Preisempfehlung.
