Angular 2.0 ist erschienen: Komponenten und Module für Webanwendungen

Das Angular-Team hat am 14. September 2016 Angular 2.0.0 freigegeben. Die Finalversion folgt auf den Release Candidate 7 vom Vortag. Für Webentwickler liegt die größere Änderung gegenüber AngularJS 1.x in der Architektur: Oberflächen werden aus Komponenten mit zugehörigen Templates aufgebaut, Anwendungslogik lässt sich in Services auslagern.

NgModules bündeln Teile der Anwendung

Die Architekturdokumentation zum Veröffentlichungsstand beschreibt ein eigenes Modulsystem. Jede Anwendung besitzt mindestens ein Wurzelmodul, üblicherweise AppModule. Größere Anwendungen können weitere Module für einzelne Arbeitsabläufe oder Funktionsbereiche enthalten. Metadaten legen fest, welche Komponenten zu einem Modul gehören, welche anderen Module es benötigt und welche Services bereitgestellt werden.

Diese NgModules sind nicht dasselbe wie JavaScript-Module. Letztere regeln den Import und Export von Code zwischen Dateien. Angulars Modulsystem organisiert dagegen die zusammengehörigen Framework-Bausteine einer Anwendung. Die Bibliotheken werden über npm installiert und mit JavaScript-Importen eingebunden.

Komponenten steuern einzelne Ansichten. HTML-Templates verbinden Daten und Ereignisse mit den Eigenschaften und Methoden der jeweiligen Klasse. Services können etwa Datenzugriffe oder Protokollierung übernehmen; die integrierte Dependency Injection stellt benötigte Instanzen bereit.

Letzte Korrekturen gegenüber dem Release Candidate

Die Release Notes für 2.0.0 nennen zwei Änderungen gegenüber RC7: Der Browser-Modulkontext stellt den Title-Service bereit, und der Einstiegspfad des Upgrade-Pakets wurde korrigiert. Mit dem Title-Service kann eine Anwendung den Titel des HTML-Dokuments lesen und setzen. Das ist eine konkrete Abschlusskorrektur, nicht der gesamte Funktionsumfang der neuen Framework-Generation.

Die 2014 vorgestellte Planung für Angular 2 hatte bereits eine neue Grundlage für Webanwendungen angekündigt. Für Entwicklerportale oder Verwaltungsoberflächen rund um Spiele sind vor allem die Trennung von Ansicht und Anwendungslogik sowie wiederverwendbare Komponenten relevant. Angular ist dabei ein Framework für Weboberflächen, kein Ersatz für eine Rendering- oder Spiele-Engine.

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