Vivendi plant Gameloft-Übernahme für sechs Euro je Aktie

Vivendi hat am 18. Februar angekündigt, ein öffentliches Übernahmeangebot für Gameloft zu sechs Euro je Aktie einzureichen. Der Medienkonzern überschritt nach eigenen Angaben am selben Tag die Schwelle von 30 Prozent des Kapitals. Das geplante Angebot richtet sich an die Inhaber der übrigen Aktien.

Der Vivendi-Aufsichtsrat billigte das Vorhaben. Die französische Finanzmarktaufsicht AMF soll dessen Übereinstimmung mit den geltenden Regeln prüfen. Damit ist eine Übernahmeabsicht dokumentiert, keine bereits abgeschlossene Übernahme des Mobilegames-Anbieters.

Preisaufschlag hängt vom Vergleichszeitraum ab

Vivendi beziffert den Aufschlag auf 50,4 Prozent gegenüber dem Kurs vom 14. Oktober 2015, also vor Bekanntgabe seines Einstiegs bei Gameloft. Gegenüber dem gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate seien es 22,9 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Vergleichsgrößen und sind nicht mit einer einheitlichen Tagesprämie gleichzusetzen.

Der Konzern begründet die geplante Übernahme mit seiner Strategie für Inhalte und Medien. Gameloft soll innerhalb der Gruppe zusätzliche industrielle und finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Das ist die Darstellung des Bieters, keine Zusage eines bereits erzielten wirtschaftlichen Erfolgs.

Übernahmeangebot statt bereits vollzogener Integration

Anders als beim bereits bestätigten Kauf von Ivory Tower durch Ubisoft geht es hier zunächst um ein Angebot an Aktionäre. Die Schritte zwischen Ankündigung, Prüfung und tatsächlichem Kontrollerwerb müssen deshalb getrennt betrachtet werden.

Die folgende Börsenanzeige lädt aktuelle Marktdaten zu Vivendi. Sie bildet nicht den Kursstand vom Februar 2016 ab.

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