Das Karlsruher Institut für Technologie stellte am 9. Februar 2015 das deutsch-französische Projekt EVEIL-3D vor. Spieleentwickler und Wissenschaftler entwickelten dafür ein 3D-Spiel, in dem Schülerinnen und Schüler Deutsch beziehungsweise Französisch lernen. Die Meldung ist für die Spieleentwicklung interessant, weil das Lernziel direkt mit Gesten- und Spracherkennung in einer virtuellen Welt verbunden wird.
Im Spiel müssen die Lernenden verschiedene Aufgaben zu Baustilen und Farbsymboliken lösen, um den Steinmetz Arthur Steinbach aus den Mauern des Straßburger Münsters zu befreien. Die Spielwelt ist jeweils in der zu lernenden Fremdsprache gestaltet. Dadurch dient Sprache nicht nur als Unterrichtsinhalt, sondern auch als Mittel für Kommunikation und Interaktion innerhalb des Spiels.
Gesten und Sprache steuern die Lernwelt
Ein am Institut für Anthropomatik des KIT entwickeltes Spracherkennungssystem verarbeitet die Eingaben der Schülerinnen und Schüler. Zusammen mit der Gestenerkennung können sie sich bewegen, sprechen und handeln. Die technische Umsetzung verbindet damit klassische Aufgaben eines Spieleprogrammierungsprojekts mit einem klaren Lernziel.
Schultests in Deutschland und Frankreich
Das dreijährige Projekt wurde an vier deutschen und französischen Schulen getestet und weiterentwickelt. Die EVEIL-3D-Software sollte Bildungsträgern und interessierten Organisationen in der Metropolregion Oberrhein auf Nachfrage kostenlos zur Verfügung stehen. Weitere Projektinformationen veröffentlicht die offizielle EVEIL-3D-Seite.
