Ein Beitrag vom 24. März 2014 untersucht die Stringlisten von Diablo 3. Die Originalanalyse zum STL-Format beschreibt, wie sich Textdaten aus den MPQ-Archiven des Spiels mit einem Text- und einem Hex-Editor lesen lassen.
Die MPQ-Dateien enthalten unter anderem Texturen, Sounds, Cinematics und lokalisierte Zeichenketten. Im Mittelpunkt stehen STL-Dateien, die Variablennamen und die dazugehörigen Texte als Paare speichern. Für die Untersuchung dient die Datei deDE_Text.mpq mit einzelnen Listen wie Mail.stl und RareNameStrings_Suffix_Regen.stl.
Vom Texteditor zur Byteanalyse
Die sichtbaren Zeichen lassen sich zunächst in einem normalen Editor öffnen. Für den Aufbau des Formats reicht das aber nicht aus. Der Autor vergleicht deshalb kleinere Dateien im Hex-Editor und sucht wiederkehrende Werte, Längenangaben und Trennstrukturen. Kleine Beispiele erleichtern dabei die Zuordnung einzelner Bytefolgen zu den enthaltenen Texten.
Ein Screenshot der untersuchten Stringliste zeigt die Zuordnung von Bezeichnern und Texten. Die Analyse bleibt bei der damaligen Dateistruktur und beansprucht keine vollständige Dokumentation des gesamten MPQ-Formats.
Technische Grundlage für Modding und Lokalisierung
Das Auslesen der Stringlisten ist ein Beispiel dafür, wie Modding-Werkzeuge aus der Beobachtung eines proprietären Datenformats entstehen. Wer die interne Struktur versteht, kann Texte gezielter untersuchen und Werkzeuge für die Analyse lokalisierter Inhalte entwickeln. Der Ansatz ergänzt den zuvor beschriebenen lokalen Diablo-3-Test mit einer Hosts-Datei, der ebenfalls Clientverhalten über eine kontrollierte Entwicklungsumgebung sichtbar macht.
