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WHO stuft Gaming Disorder in ICD-11 als Störung durch süchtiges Verhalten ein

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WHO stuft Gaming Disorder in ICD-11 als Störung durch süchtiges Verhalten ein
Neutrales Symbolbild zu Gaming Disorder und ICD-11 - Bild: XboxDev, KI-generiert

Die Weltgesundheitsversammlung nahm am 25. Mai 2019 die elfte Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten an. Darin führt die Weltgesundheitsorganisation Gaming Disorder als Störung durch süchtiges Verhalten. Die Einordnung sollte mit dem Inkrafttreten der ICD-11 für die internationale Gesundheitsberichterstattung relevant werden.

Welche Kriterien die WHO nennt

Die WHO beschreibt Gaming Disorder über ein anhaltendes oder wiederkehrendes Spielverhalten mit beeinträchtigter Kontrolle. Spielen erhält gegenüber anderen Aktivitäten eine deutlich höhere Priorität und wird trotz negativer Folgen fortgesetzt. Für eine Diagnose muss das Muster laut Klassifikation zu erheblichen Beeinträchtigungen im persönlichen, familiären, sozialen, schulischen oder beruflichen Umfeld führen und in der Regel mindestens zwölf Monate bestehen.

Die Aufnahme bedeutet nicht, dass häufiges Spielen automatisch als Störung gilt. Entscheidend ist die Kombination aus Kontrollverlust, Vorrang des Spielens und konkreten Einschränkungen im Alltag. Eine medizinische Einschätzung kann nur durch Fachpersonal erfolgen.

Reaktionen aus der Gamesbranche

Die Entscheidung löste 2019 eine Debatte über die wissenschaftliche Grundlage und mögliche Folgen für Spieler aus. Branchenverbände warnten vor einer pauschalen Stigmatisierung, während Befürworter auf die Versorgung von Menschen mit problematischem Spielverhalten verwiesen. Die Diskussion knüpfte an frühere Regulierungsfragen rund um Glücksspiel und Lootboxen an, behandelte aber eine andere Frage: die gesundheitliche Bewertung eines Verhaltensmusters.

Die WHO führt Gaming Disorder im Kapitel zu Störungen durch süchtiges Verhalten. Die genaue Umsetzung und Nutzung der ICD-11 bleibt den Gesundheitssystemen und Mitgliedstaaten überlassen. Die ursprüngliche Einstufung ist in den offiziellen ICD-11-Dokumenten der WHO nachvollziehbar.

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