Start Wirtschaft Gewerkschaft OneBGS wirft Bethesda Verstoß gegen kanadisches Arbeitsrecht vor

Gewerkschaft OneBGS wirft Bethesda Verstoß gegen kanadisches Arbeitsrecht vor

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Gewerkschaft OneBGS wirft Bethesda Verstoß gegen kanadisches Arbeitsrecht vor

Die Bethesda-Gewerkschaft OneBGS hat eine rechtliche Beschwerde gegen Bethesda eingereicht und wirft dem Xbox-Studio vor, in Kanada weiterhin gegen geltendes Arbeitsrecht zu verstoßen. Der Vorfall betrifft Mitarbeiter am Standort Montreal, die im Rahmen der jüngsten Xbox-Entlassungen ihre Stelle verloren haben.

Laut OneBGS hat Bethesda am selben Tag, an dem das Studio Ende Juli seine Fallout-Roadmap veröffentlichte, den betroffenen kanadischen Beschäftigten in Montreal die Kündigungsschreiben zugestellt. Den Mitarbeitern wurde zugleich mitgeteilt, sie würden nur die gesetzliche Mindestabfindung erhalten, ohne dass die Gewerkschaft darüber verhandeln konnte.

Kündigungen widersprechen früheren Zusagen

Die Gewerkschaft erklärt, die Kündigungsschreiben stünden im Widerspruch zu Zusagen, die Bethesda in einem Videocall am 6. Juli gegeben hatte. Damals sei den Beschäftigten zugesichert worden, dass sie bis September weiterbeschäftigt blieben, während das Unternehmen die Abfindungsbedingungen mit der Gewerkschaft verhandelt. Stattdessen erhielten die kanadischen Mitarbeiter acht Wochen Gehalt statt der gesetzlichen Kündigungsfrist, ausstehende Urlaubszahlungen und den sofortigen Verlust ihrer Gruppenkrankenversicherung.

Die Gewerkschaft wörtlich: Die Belegschaft trage die Kosten für die Fehler des Managements, und dieser Zyklus ende an dieser Stelle. Die Mitarbeiter hätten Bethesda und der Xbox-Führung erst Millionen erwirtschaftet und würden nun entsorgt.

Breitere Beschwerde gegen Microsoft

Der Vorfall reiht sich in eine breitere Auseinandersetzung ein. Bereits in der Vorwoche war eine formelle Beschwerde wegen unlauterer Arbeitspraktiken gegen Microsoft und seine Tochtergesellschaften eingereicht worden, darunter Xbox, ZeniMax Media, id Software und Bethesda Game Studios. Damit hatte sich die bereits im Juli aufgebrochene Konfrontation zwischen Xbox und den Gewerkschaften zugespitzt.

Die Gewerkschaften CWA und CWA Canada haben die Beschwerden gemeinsam eingereicht. CWA-Canada-Präsidentin Carmel Smyth erklärte gegenüber Game Developer, Microsoft habe Beschäftigte unrechtmäßig entlassen, ohne die Gewerkschaft darüber zu informieren oder mit ihr zu verhandeln, obwohl der Arbeitgeber während laufender Tarifverhandlungen dazu gesetzlich verpflichtet sei. Microsoft und die CWA hatten 2022 eine Arbeitsneutralitätsvereinbarung geschlossen, die auch die Beschäftigten von ZeniMax einschließt.

Xbox verweist auf laufende Verhandlungen

Xbox reagierte auf die Vorwürfe mit einer Stellungnahme. Das Unternehmen respektiere das Recht der Beschäftigten, sich Gehör zu verschaffen, und anerkenne, dass dies eine schwierige Zeit für viele sei. Man habe sich an die Gewerkschaft gewandt, um Verhandlungen über die Auswirkungen zu beginnen, und sei zu diesem Prozess verpflichtet. Der Fokus liege darauf, die betroffenen Beschäftigten durch den Übergang zu unterstützen und das Unternehmen gleichzeitig für langfristige Stärke zu positionieren.

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