Große Entlassungswelle bei Xbox droht: Gewerkschaften gehen auf Konfrontationskurs

Dem Tech-Giganten Microsoft steht eine weitere massive Entlassungswelle bevor. Laut übereinstimmenden Medienberichten plant der Konzern den Abbau von rund 5.500 Arbeitsplätzen, was knapp 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft von 220.000 Mitarbeitern entspricht. Besonders hart könnte es die Xbox-Sparte treffen: Neben weitreichenden Stellenstreichungen wird über die Schließung von bis zu fünf Entwicklerstudios spekuliert.

Gewerkschaften protestieren scharf

Angesichts des drohenden Stellenabbaus geht die Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) auf Konfrontationskurs. CWA-Vertreter wie Frank Acre (Vizepräsident des Distrikts 9) betonten, dass die Xbox-Mitarbeiter nicht als „wegwerfbar“ behandelt werden dürfen. Sie wiesen darauf hin, dass es die harte Arbeit der Angestellten ist, die den Wert der Xbox-Marke ausmacht. Die Gewerkschaft kritisierte die geplanten Sparmaßnahmen vor dem Hintergrund hoher Investitionen in Künstliche Intelligenz, steigender Hardwarepreise und der üppigen Vergütung von CEO Satya Nadella. Zu den Kernforderungen der Arbeitnehmervertreter gehören verbindliche Kündigungsfristen, Rückkehrrechte für Entlassene und ein interner Einstellungsstopp zur leichteren Vermittlung in andere Teams.

Große Spieleprojekte geraten ins Wanken

Der geplante Umbau der Spielesparte hat bereits konkrete Auswirkungen auf laufende Projekte. Xbox beendete kürzlich die Partnerschaft mit IO Interactive für das Fantasy-Rollenspiel „Project Fantasy“. Zudem wachsen die Sorgen um das in Entwicklung befindliche Actionspiel „Marvel’s Blade“: Berichten zufolge steht das verantwortliche Studio Arkane Lyon zur Disposition und Microsoft prüft einen Verkauf oder eine Schließung der französischen Entwickler. Microsoft hat die Berichte bislang nicht offiziell kommentiert, eine Ankündigung der Sparmaßnahmen wird jedoch bereits für die kommende Woche erwartet.

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