Der französische Publisher und Zubehörhersteller Nacon hat in seinen Jahreszahlen 2025/26 erhebliche Wertberichtigungen ausgewiesen. In der offiziellen Mitteilung zu den Jahresergebnissen beziffert das Unternehmen die außerordentlichen Abschreibungen auf 342,9 Millionen Euro.
Die Belastungen standen im Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung des Konzerns. Betroffen waren unter anderem Entwicklungsstrukturen, Beteiligungen und Geschäftsbereiche, deren Buchwerte nach den laufenden Verfahren nicht mehr haltbar waren.
Restrukturierung trifft Studios und Technikgeschäft
Nacon hatte zuvor mehrere rechtliche und operative Einschnitte gemeldet. Dazu gehörten Verfahren rund um Kylotonn, Cyanide, Spiders und Nacon Tech. Auch Midgar Studio und weitere Entwicklungsaktivitäten standen unter Druck. Die Abschreibungen spiegelten damit nicht nur eine bilanzielle Korrektur, sondern eine tiefere Neuordnung des Publishing- und Studioportfolios wider.
Die Nettoverschuldung des Konzerns lag laut den damaligen Angaben weiter im dreistelligen Millionenbereich. Für die Games-Sparte bedeutete das eine Phase, in der neue Projekte, laufende Produktionen und Studiofinanzierung deutlich enger geprüft wurden.
Nacon bleibt für XboxDev relevant, weil der Konzern sowohl als Publisher als auch als Hersteller von Xbox-Zubehör im Markt aktiv ist. Die Zahlen zeigten, wie schnell ambitionierte Akquisitions- und Publishing-Strategien unter Finanzierungskosten, Projektverschiebungen und schwächerer Nachfrage geraten können.