Das Käpsele Innovation Festival hat am 16. Juli 2026 in der Freiburger Sick-Arena Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammengebracht. Neben dem Programm auf fünf Bühnen bildeten mehr als 30 Erlebnisstationen den anwendungsorientierten Teil der Veranstaltung.
Direkt am Eingang stand ein grün beleuchteter Diamant-Quantenchip des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF. Das Exponat war Teil der Station „Quantencomputing made in Freiburg“. Fraunhofer ordnet mögliche Anwendungen unter anderem der Optimierung von Produktionsabläufen, der Simulation chemischer Verbindungen und der Analyse medizinischer Daten zu.

Die Freiburger Forschung setzt dabei auf Diamant-Quantenchips und kompakte Quantencomputing-Systeme. Nach Angaben des Instituts sollen daraus perspektivisch mobile und bei Raumtemperatur einsetzbare Lösungen entstehen. Damit unterscheidet sich der Ansatz von vielen derzeitigen Quantencomputern, deren Betrieb komplexe Kühltechnik und entsprechend große Infrastrukturen voraussetzt.
D-Wave stellt wirtschaftliche Optimierungsaufgaben in den Vordergrund
D-Wave konzentrierte sich mit der Station „Quantum Realized“ stärker auf die Software- und Anwendungsebene. In einem Transportkoffer präsentierte das Unternehmen eine kompakte Demonstration seiner Quantencomputing-Technologie. Im Mittelpunkt standen Optimierungsprobleme, wie sie unter anderem in Logistik, Produktionsplanung und Ressourcenverteilung auftreten.

Die beiden Stationen zeigten damit verschiedene Ebenen der aktuellen Quantenindustrie. Während Fraunhofer die regionale Entwicklung von Chips und Systemtechnik präsentierte, stellte D-Wave bereits verfügbare Verfahren für komplexe betriebliche Berechnungen in den Mittelpunkt.
