8BitDo Ultimate 2 Wireless: erstes 8BitDo-Gamepad mit TMR-Sticks startet zu 59,99 USD

8BitDo hat im Februar 2025 den Ultimate 2 Wireless Controller vorgestellt und damit erstmals ein Gamepad des Herstellers auf Stick-Sensorik mit Tunnel-Magnetoresistenz (TMR) umgestellt. Das Modell startet zu 59,99 USD und liegt damit deutlich unter der Preislage, die für driftresistente Controller bislang üblich war. Der Wechsel von Hall-Effect- auf TMR-Sticks ist ein technischer Generationssprung bei der Eingabesensorik. Flankiert wird er von einer Abtastrate von 1.000 Hz im 2,4-GHz- und Kabelbetrieb sowie schaltbaren Hall-Effect-Triggern.

Der Controller verbindet sich wahlweise per 2,4-GHz-Funk über einen USB-Typ-C-Empfänger, per Bluetooth Low Energy oder kabelgebunden. Die hohe Abtastrate von 1.000 Hz steht laut Hersteller im 2,4-GHz- und im Kabelmodus zur Verfügung. Zur Ausstattung kommen zusätzliche Schultertasten (L4 und R4), rückseitige Paddles, ein Trigger-Modus-Schalter, eine RGB-Beleuchtung der Stick-Ringe und eine Sechs-Achsen-Bewegungssteuerung. Als Zielplattformen nennt 8BitDo PC und Android. Eine zum jeweiligen Gehäuse passende Ladeschale liegt bei. Die Varianten in Schwarz, Weiß und Violett begannen kurz nach der Ankündigung mit der Auslieferung.

Was TMR gegenüber Hall-Effect technisch leistet

Hall-Effect-Sticks erfassen die Auslenkung berührungslos über die Hall-Spannung, die ein Magnet im Feld eines Sensors erzeugt. Sie lösen damit das Verschleißproblem klassischer Potentiometer, deren Schleifkontakte zu Stick-Drift führen. Genau dieses Prinzip steckt etwa in den Xbox-lizenzierten Gamepads von snakebyte. TMR-Sensoren nutzen ebenfalls ein Magnetfeld, werten aber die Widerstandsänderung in einem magnetischen Tunnelkontakt aus. Dieser Effekt liefert ein stärkeres Signal pro Feldänderung, was eine höhere Empfindlichkeit und feinere Auflösung der Auslenkung ermöglicht. 8BitDo führt für die TMR-Sticks zudem einen geringeren Energiebedarf an, der sich aus dem höheren Signalhub bei vergleichbarer Erregung ergibt. Beide Verfahren arbeiten kontaktlos und sind damit prinzipiell driftfrei. Der praktische Vorteil von TMR liegt in der Kombination aus Präzision, Signalstärke und Stromaufnahme, die für kabellose Geräte mit hoher Abtastrate relevant ist.

Die Trigger setzen weiterhin auf Hall-Effect-Sensorik und lassen sich zwischen analogem Hub und einem nicht-linearen, taktilen Modus umschalten. Diese Auslegung erlaubt es, denselben Controller sowohl für Titel mit feiner analoger Steuerung als auch für schnelle Tastenanschläge zu nutzen, ohne die Hardware zu wechseln.

Preiskampf bei driftfreien Sticks nimmt zu

Mit 59,99 USD bringt 8BitDo eine TMR-Lösung in eine Preisklasse, die zuvor von Controllern mit klassischer oder Hall-Effect-Sensorik besetzt war. Driftfreie Eingabe war lange ein Merkmal höherpreisiger Pro-Modelle. Auch andere Hersteller drängen mit ungewohnten Konzepten in dieses Segment, etwa Hyperkin mit dem auf der CES gezeigten Xbox-Controller „The Competitor“ im DualSense-Stil. Wenn TMR-Sticks zum moderaten Preis verfügbar werden, wächst der Druck auf Anbieter, deren Premium-Controller weiterhin auf herkömmliche oder Hall-Effect-Sticks setzen. Driftresistenz dürfte sich so vom Aufpreismerkmal zur erwartbaren Grundausstattung wandeln, und der Wettbewerb verlagert sich stärker auf Abtastrate, Latenz, Ergonomie und Zusatztasten. Der Ultimate 2 Wireless bündelt mit TMR-Sensorik, 1.000-Hz-Abtastung und niedrigem Einstiegspreis genau diese Faktoren.

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