Xbox Store: Microsoft testet Selbstbedienungs-Erstattungen für digitale Käufe

Microsoft führte im April 2017 eine Selbstbedienungsfunktion für Rückerstattungen digitaler Spiele und Anwendungen ein. Teilnehmer des Xbox-Insider-Programms konnten Anträge zunächst direkt über ihr Microsoft-Konto stellen. Die damalige Einführung wurde von GameSpot dokumentiert und bezog sich auf Xbox-One- und Windows-10-Käufe.

Antrag direkt über das Microsoft-Konto

Der neue Ablauf sollte Rückgaben digitaler Produkte vereinfachen. Nutzer wählten den betreffenden Kauf in ihrer Bestellhistorie aus, nannten einen Grund und reichten den Antrag online ein. Microsoft prüfte anschließend automatisch, ob die Transaktion die jeweiligen Voraussetzungen erfüllte. Dazu gehörten unter anderem ein kurzer Nutzungszeitraum und ein Antrag innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters.

Die Funktion war zunächst als Test im Xbox-Insider-Programm verfügbar. Microsoft wollte damit Erfahrungen sammeln, bevor die Rückgabeoption breiter ausgerollt wurde. Die heutige Microsoft-Supportseite für Erstattungen beschreibt weiterhin den grundsätzlichen Weg über die Bestellhistorie.

Keine pauschale Rückgabe aller Käufe

Die Einführung bedeutete keine automatische Rückerstattung jedes digitalen Kaufs. Microsoft behielt sich die Prüfung jedes Antrags vor. Bereits umfangreich genutzte Spiele konnten ebenso ausgeschlossen werden wie einzelne Bestandteile eines Bundles. Auch regionale Regelungen und die jeweils gültigen Verkaufsbedingungen blieben maßgeblich.

Für den Xbox Store war der Schritt dennoch relevant, weil die Rückgabe erstmals als standardisierter Online-Prozess getestet wurde. Käufer mussten sich nicht mehr ausschließlich an den Support wenden, wenn ein digitaler Kauf die Voraussetzungen für eine Erstattung erfüllte.

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