Xbox Series X: Jason Ronald erklärt SSD und Entwicklerwerkzeuge

Microsoft will die Ladezeiten der Xbox Series X durch eine SSD und zusätzliche Möglichkeiten für Entwickler verkürzen. In einem am 18. Dezember 2019 veröffentlichten GameSpot-Bericht zu einem exklusiven Interview beschreibt Jason Ronald, damals Partner Director of Program Management bei Xbox, Investitionen in das Ein- und Ausgabesystem. Herkömmliche rotierende Festplatten seien an ihren Leistungsgrenzen angekommen.

Ronald nennt neben dem schnelleren Speicher ausdrücklich Werkzeuge und Fähigkeiten, mit denen Entwickler die Hardware effizienter nutzen sollen. Als Anwendungsfälle führt er den Übergang zwischen zwei Levels und Schnellreisen in großen offenen Spielwelten an. Solche Wechsel sollen die Immersion möglichst nicht durch längere Ladeunterbrechungen stören.

Ein Entwicklungsziel ohne Ladezeitmessungen

Konkrete Durchsatzwerte, Ladezeitmessungen oder eine Liste der angesprochenen Werkzeuge enthält der Bericht nicht. Die nahezu vollständige Beseitigung von Ladezeiten ist damit zunächst ein Ziel der Plattformentwicklung. Ob ein einzelnes Spiel beim Ortswechsel tatsächlich ohne sichtbare Wartezeit auskommt, lässt sich aus Ronalds Aussagen nicht ableiten.

Bei der Vorstellung der Xbox Series X hatte Microsoft bereits einen maßgeschneiderten Prozessor mit Zen 2 und RDNA sowie eine SSD angekündigt. Die offizielle Ankündigung vom 12. Dezember nennt außerdem Dynamic Latency Input und Auto Low Latency Mode zur Verringerung von Eingabeverzögerungen. Diese betreffen die Reaktion auf Eingaben und sind von den Ladezeiten beim Einlesen von Spieldaten zu unterscheiden. Der Marktstart der Konsole war für die Weihnachtssaison 2020 vorgesehen.

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